Adventskalender 2015: 1. Dezember

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Fortsetzung von „Das Märchen vom kleinen Mann Jasa und dem Familienglück

Der kleine Mann Jasa wusste nicht so recht, was er nun tun sollte. Was machte er hier eigentlich? Konnte ihm tatsächlich ein Haus bei der Suche nach dem Familienglück weiterhelfen? Worin wohl das Familienglück bestehen würde? Er dachte an seine Familie, an seine kleine Frau Lele und sein Kind Klein-Jasa. Und auf einmal konnte er sich gar nicht mehr vorstellen, dass diese beiden Personen, die er so lieb hatte, ihn an einem glücklichen Leben hindern sollten. Während er noch leicht lächelnd daran dachte, wie Klein-Jasa ihn heute Morgen in den Armen von seiner kleinen Frau Lele angelacht hatte, bemerkte er, dass auf einer Tür mittig des Hauses Buchstaben in goldener Farbe hervortraten. Nun guckte er genauer hin, um sie entziffern zu können: „Berührungen“

„Hm“, überlegte der kleine Mann Jasa. „Dass das zum Familienglück beiträgt, kann ich mir vorstellen, aber das ist doch nichts besonderes. Wir berühren uns auch oft. Mal gucken, welches Geheimnis sich hinter der Tür noch verbirgt. Vielleicht ist ja etwas anderes gemeint.“ Vorsichtig legte der kleine Mann Jasa seine Hand auf die Türklinke und drückte sie runter. Die Türe ließ sich ohne Widerstand öffnen. Als der kleine Mann Jasa neugierig in das Zimmer hineinblickte, sah er einen jungen Mann neben einer ebenso jungen Frau auf einem Sofa sitzen. Leise betrat der kleine Mann Jasa das Zimmer und schaute sich die Szene an, die sich ihm nun bot.

 

Der junge Mann strich der Frau zärtlich durch das Gesicht. „Es ist schön, dich hier so nah bei mir zu haben.“ Die Frau lächelte leicht und nahm die Hand des Mannes in ihre eigene. Zufrieden kuschelte sie sich an den Mann an. Eine ganze Weile blieben die beiden auf diese Weise sitzen, händchenhaltend und dicht aneinander gekuschelt. Ab und zu strich einer der beiden dem anderen liebevoll über den Arm oder das Gesicht.

„Gut, dass wir einander haben“, meinte die Frau.

„Ja, und gut, dass wir unsere Kleine haben, die jetzt so lieb in ihrem Bettchen schläft“, erwiderte der Mann. Er beugte sich zur Frau hinüber und gab ihr einen Kuss.

In diesem Moment verblassten die Farben in dem Zimmer und einen kurzen Augenblick später stand der kleine Mann Jasa dort ganz alleine. Er blinzelte kurz und verließ dann rasch den Raum. Sollte es etwa so einfach sein mit dem Familienglück? Einfach miteinander schmusen? Das war nicht schwierig. Dazu hatte er auch jetzt mit Klein-Jasa Zeit. Natürlich nahm er seine kleine Frau Lele immer wieder mal in den Arm. Sie hatten sich schließlich lieb. Der kleine Mann Jasa nahm sich vor, seiner kleinen Frau Lele noch öfter eine Streicheleinheit zukommen zu lassen, als er es sowieso schon tat. Mit einem warmen Gefühl im Bauch erinnerte er sich an den allmorgendlichen Abschiedskuss, den er seiner kleinen Frau Lele vor dem Weg zur Arbeit gab.

Weiter geht es am 2. Dezember…

Zu allen bisher erschienenen Teilen gelangt ihr über diese ÜBERSICHT.

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