Wochenrückblick – 24. Mai

Schwankende Motivation

Der Blog ist mein allerliebstes Hobby, aber ich gebe zu, dass mich in unregelmäßigen Abständen etwas überkommt, was mich beinahe alles hinschmeißen lässt. Dann möchte ich einfach nur noch etwas über die Bücher schreiben, die auf ihre Vorstellung warten und anschließend den Blog einfach Blog sein lassen und ganz viel freie Zeit haben. Zum Glück bringt mich mein Mann dann immer wieder von diesem absurden Gedanken ab. Und nachdem ich in der letzten Woche immer mehr Herbstprogramme der Verlage entdeckt und zugeschickt bekommen habe, kann ich mit meinem Blog auch gar nicht einfach so aufhören. Es gibt viel zu viele Bücher, die toll klingen, die mich neugierig machen, die genauer kennenlernen möchte und über die ich selbstverständlich anschließend auch schreiben möchte, denn natürlich teile ich euch auch weiterhin gerne mit, wie die Bücher bei uns ankommen. Anders geht es einfach nicht, egal wie wenig Zeit mir für andere Dinge bleibt.

Motivationsanschübe: Die Geschichtenwolke in verschiedenen Medien

In der letzten Woche habe ich im Übrigen keinen Gedanken daran verschwendet mit dem Bloggen aufzuhören. Im Gegenteil! Im Moment bin ich richtig motiviert und dies hat mehrere Gründe. Zum einen schreiben sich die Rezensionen wieder flüssig und nicht mehr so zäh wie vor circa 2 Wochen und zum anderen gab es etwas, worüber ich mich sehr gefreut habe und was natürlich wiederum meine Motivation weiter gesteigert hat. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Musik, Tanz und Spiel“ (Schott Verlag), über die ich demnächst noch hier schreiben werde, wird mein Blog kurz vorgestellt!

Klar, ich wurde von dem Verlag angeschrieben und darüber benachrichtigt, dass man meinen Blog gerne vorstellen würde, aber irgendwie ging ich davon aus, dass dies auf der Website geschehen würde. Und dann kam die Zeitschrift bei mir an! Wahnsinn, etwas über den eigenen Blog in gedruckter Form zu lesen! Da habe ich mich riesig gefreut!

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Auch sehr nett fand ich es, dass ich von Nina Hundertschnee, einer Schriftstellerin für Kinder- und Jugendbücher, interviewt worden bin. Das Interviwe könnt ihr HIER nachlesen. Dort erfahrt ihr ein wenig etwas über mich und vor allem über die Hintergründe meines Blogs.

Auch auf dem Blog Spielzeugparadies war die Geschichtenwolke in dieser Woche zu finden. Für Spielzeugparadies habe ich meinen ersten Gastbeitrag verfasst. Thema dieses Artikels sind die „Must Haves“ im Bücherregal. Vielleicht habt ihr ja mal Lust reinzulesen. Was meint ihr denn, welche Arten von Büchern gehören in ein Kinderbuchregal unbedingt hinein?

Buchvorstellungen

Dass sich die Rezensionen wieder leichter schreiben lassen, seht ihr natürlich daran, dass es in dieser Woche einige Buchvorstellungen gab und so soll es auch in nächster Zeit weitergehen. Diese Woche gab es ganz unterschiedliche Bücher: Dino-Wheelies ist ein Buch mit Comic-Elementen für Grundschulkinder, „Was ist denn hier passiert?“ verbindet das Medium Buch mit neueren Medien, so dass es zu jedem Bild einen Trickfilm gibt, die BäckerInnen unter uns kommen bei den Zwergenstübchen-Backbüchern auf ihre Kosten und für Kindergartenkinder gibt es diese drei fröhlichen Bilderbücher: „Der kleine Cowboy und der große Wurf“, „Steckt“ und „Viel Geschrei um ein geklautes Ei“.

Vorlesen im Kindergarten

Das letztgenannte Buch habe ich nicht nur vorgestellt, sondern auch mit einem kleinen Spiel im Kindergarten vorgelesen. Das Vorlesen im Kindergarten macht mir weiterhin viel Spaß, wobei mir einfällt, dass ich dringend einen neuen Termin vereinbaren muss…

Basteleien

Nach den Stempelbildern und den Papprollenfiguren haben Bücherwürmchen und ich das nächste Set von Krickel-Krakel ausprobiert: Mosaikbilder. Bücherwürmchen war ein wenig krank, so dass wir es drinnen ein bisschen ruhiger angehen mussten. Der Bericht zu den Mosaikbildern muss noch etwas warten, aber ich kann schon mal soviel verraten, dass wir Spaß an den Bildern hatten. Bücherwürmchen hat direkt zwei angefertigt und wollte anschließend noch zwei Papprollenfiguren herstellen. Bei der zweiten hatte er eigentlich schon keine Lust mehr die Teile anzumalen, aber er wollte gerne die fertigen Figuren haben. Nun hat einen Roboter, ein „Monster“ und einen Affen, die jetzt in irgendwelchen Regalen oder auf dem Fußboden herumstehen…

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Flohmarkterungenschaften und andere Spiele

Letzten Sonntag war ich mit Bücherwürmchen auf einem Flohmarkt. Ich hatte gehofft, ein paar nette Bilderbücher zu ergattern, allerdings habe ich nichts Schönes gefunden. Stattdessen habe ich dann zwei Spiele gekauft („Lotti Karotti“ und „Plitsch-Platsch-Pinguin“), die wir auch schon mehrfach gespielt haben. Spiele setzen auch direkt die Fantasie von Bücherwürmchen frei und er will wieder viel wissen: „Warum wollen die Hasen zur Möhre?“, „Warum gehen die diesen Weg lang?“, „Warum fallen die in das Loch? Sind die dann gefangen?“, „Meiner will nur in den Bau. Das ist nämlich gar keine Falle.“ Auch die Pinguine werden nicht ohne Kommentar auf den Eisberg gestellt: „Warum müssen die da stehen?“, „Meiner steht ganz oben, dann kann er übers weite Meer schauen!“ Schön, dass in Kinderspielen so viel drin steckt und sie nicht einfach nur abstrakt sind. Beim Spielen gibt es viele Gesprächsanlässe und man kann rund um die Geschichte auf dem „Spielbrett“ ein wenig herum fantasieren.

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Kennt ihr eigentlich noch das Hämmerchenspiel? Vielleicht hattet ihr es ja auch als Kind… Bücherwürmchen hat sich jedenfalls diese Woche ein wenig damit beschäftigt und sogar Spaß daran sich selber ein Bild zu überlegen. Na, erkennt ihr, was es darstellen soll?

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Ihr seht hier natürlich einen Fußballer auf einem kleinen Stück Wiese, über dem es regnet! Ist doch ganz eindeutig, oder?

In unserem Bücherregal stehen nicht nur empfehlenswerte Bücher

Ich kaufe immer wieder mal Bilderbücher. Nicht jedes Mal bekommt mein Sohn sie sofort. Manchmal schenke ich sie ihm zu einem bestimmten Anlass und manchmal hole ich sie einfach irgendwann hervor. Diese Woche war letzteres der Fall. Es haben sich einfach mittlerweile so viele Bücher angesammelt, dass ich der Meinung war, dass es Zeit wird, einige davon mal mit Bücherwürmchen zu gucken. Ein paar Bücher habe ich mal in einem Sammelpaket von der Zeitschrift Eselsohr bekommen, die ihre Lager ein wenig ausgeräumt hat. Es sind also keine Bücher, die ich gezielt ausgesucht habe. Jedenfalls habe ich beim Anschauen der Bücher festgestellt, dass es doch einige merkwürdige Bücher gibt, z.B. „Kleiner Bär als Ritter“. Ja, ich schicke es gleich vorweg: Bücherwürmchen gefiel das Buch. Aber irgendetwas passt bei dem Buch meines Erachtens einfach nicht. Es ist ein Pappbilderbuch mit kindlichen, niedlichen Bildern. Also könnte man meinen, es wäre etwas für die ganz Kleinen. Pro Seite ist dann allerdings jede Menge Text (mit vielen Verniedlichungen) und das Ritterspiel fängt bei Kindern wohl auch frühstens mit drei Jahren an. So ganz passt das alles nicht zusammen. Naja, Bücherwürmchen war das egal.

Ab und zu liegt man auch bei gekauften, selbst ausgewählten Büchern daneben. Bereits nachdem ich das Buch „Ich wär so gern… dachte das Erdmännchen“ gekauft hatte, hörte ich von einer von mir geschätzten Bloggerin (Kinderbibliothek), dass das Buch sie enttäuscht hätte. Hm, also ein Fehlkauf? Erst jetzt haben wir uns dieses Buch angeschaut und begeistern konnte es mich leider auch nicht. Die Bilder von dem Erdmännchen finde ich toll, aber ansonsten… naja. Vor allem das Ende konnte mich nicht überzeugen. Vorne steht übrigens ein Statement der Stuttgarter Zeitung drauf: „Eines der schönsten Bilderbücher der letzten Jahre“. Dem Satz kann ich jedenfalls nicht zustimmen, auch wenn das Buch erst einmal in unserem Regal bleibt und ich mal abwarten werde, was Bücherwürmchen auf längere Sicht dazu sagt. Bisher jedenfalls nicht viel, nur das er am liebsten ein Löwe wäre.

70. Geburtstag von Pippi Langstrumpf

Ganz schön peinlich für einen Kinderbuchblog: Ich habe den 70. Geburtstag von Pippi Langstrumpf verpasst… Am 21. Mai vor 71 Jahren bekam Astrid Lindgrens Tochter Karin die Geschichte von Pippi Langstrumpf in geschriebener Form zu ihrem 10. Geburtstag geschenkt. Eigentlich feiert Pippi Langstrumpf somit sogar schon ihren 71. Geburtstag. Allerdings kam das erste Pippi Langstrumpf-Buch 1945 heraus, also vor 70 Jahren. Geht man von dem ersten gedruckten Buch aus, ist Pippi Langstrumpf auch noch gar nicht 70 Jahre alt, denn dieses kam erst im Herbst heraus. Wieso wird dann jetzt der 70. Geburtstag gefeiert? In Schweden nimmt man einfach den Tag, an dem Astrid Lindgren ihrer Tochter die Geschichte geschenkt hat als Jubiläumstag, aber trotzdem kann ich für mich erleichtert feststellen, dass ich eigentlich noch gar nichts verpasst habe… Ich muss allerdings auch zugeben, dass ich obwohl ich ein großer Astrid Lindgren-Fan bin, Pippi Langstrumpf nicht zu meinen allerliebsten Büchern zähle. Da kamen andere Bücher von Astrid Lindgren besser bei mir an und von Astrid Lindgren werde ich bestimmt noch oft genug etwas auf meinem Blog schreiben… Vielleicht ja sogar noch etwas zum 70. Jubiläum von Pippi Langstrumpf…

Heiß ersehnte Buchbestellung

Gestern war dann ein weiterer Höhepunkt meiner literartischen Woche, der gut zu dem gerade genannten Punkt passt: Meine Buchbestellung kam an! Da habe ich mich natürlich riesig gefreut! Besonders in die Kriegstagebücher von Astrid Lindgren habe ich sofort hineingeblättert und mich festgelesen. Unglaublich spannend, berührend, interessant, traurig… Meine Achtung vor Astrid Lindgren steigt jedenfalls noch einmal durch diese Lektüre. Dieses humanistische Weltbild, welches sich durch alle Texte zieht, finde ich sehr beeindruckend und ich freue mich schon auf die weitere Lektüre. Bisher habe ich erst die ersten Seiten gelesen und einmal quer durchgeblättert. Ich bin jedenfalls sehr froh, mir dieses Buch (im schwedischen Original) gekauft zu haben. Aber auch über den Rest der Bestellung habe ich mich gefreut. Mich Bücherwürmchen habe ich schon „Peter och vargen“ gelesen und gehört. Ich glaube, dieses Werk ist gar nicht so schlecht um Kindern eine Fremdsprache näher zu bringen. Bücherwürmchen kennt bereits die deutsche Fassung von „Peter und der Wolf“. Die Geschichte ist ihm also bekannt und die dazugehörige Musik auch. Die Musik ist natürlich in der schwedischen Version die Gleiche und so haben Kinder, auch wenn sie den Text nicht direkt verstehen, direkt durch die Musikstücke eine Orientierung, welche Figuren gerade auftreten. Auf diese Weise können sie anhand der Musik und der Bilder der Geschichte folgen ohne die Sprache zu verstehen, welche sie aber dennoch dabei unbewusst mitaufnehmen. Die Bilder von Ilon Wikland sind übrigens wunderschön! Ein sehr schönes Buch, mit dem ich mich, auch wenn es sich deutlich von meiner Kindheitsversion unterscheidet, sofort anfreunden konnte. In die Pixi-Bücher habe ich bisher nur alleine reingeschaut: Lauter schwedische Reime, Verse, Fingerspiele, Lieder und Märchen! Sehr schön! Genau das, was ich erwartet habe.

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Hoffentlich komme ich in der nächsten Woche dazu, wie geplant zu rezensieren… Meine neue Lektüre könnte mich ab und zu ein wenig davon abhalten…

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4 Kommentare zu “Wochenrückblick – 24. Mai

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