Musik und Sprachen muss man hören

Ihr habt gestern sicherlich schon gemerkt, dass ich von den TipToi-Büchern durchaus angetan bin und heute werdet ihr nun ein paar Bücher etwas genauer kennen lernen. Besonders gelungen finde ich die Bücher „Die Welt der Musik“ und „Entdecke Musik aus aller Welt“.

Das Buch „Die Welt der Musik“ führt einen wirklich ausführlich in verschiedene Themen innerhalb der Musik ein. So werden nicht nur die verschiedenen Instrumente vorgestellt und Informationen zu Tönen, Rhythmen und Komponisten bereit gestellt, sondern auch dem Thema Alltagsgeräusche sowie dem Musizieren mit dem Körper und verschiedenen Gegenständen werden mehrere Seiten gewidmet. Gerade die Geräusche aus Natur und Umwelt irritierten Bücherwürmchen zunächst und er wunderte sich, dass sie in einem Buch über Musik zu finden sind, aber auf diese Weise wird die Bandbreite von Musik gut verständlich und Kinder lernen ihre Umwelt bewusster wahrzunehmen. Toll und passend sind in diesem Buch natürlich auch die Geräusch- und Suchspiele. Einerseits muss man Töne oder Geräusche Instrumenten oder z.B. Tieren zuordnen und andererseits soll man durch Beschreibungen das richtige Instrument herausfinden.

Auch die Informationen, die man in diesem Buch erhalten kann, gefallen mir gut. Sie sind teilweise schon sehr detailliert und erklären jede Menge, z.B. wie genau ein Instrument funktioniert, aber es werden auch Geschichten rund um die Instrumente erzählt. So erfährt man beispielsweise bei den Posaunen die biblische Geschichte, bei der durch den Klang der Posaunen die Mauern von Jericho einstürzten.

Für kleinere Kinder, die sich bisher noch nicht so viel mit Musik beschäftigt haben, sind manche Informationen schon etwas sehr anspruchsvoll, aber auch für sie ist es sicherlich interessant herauszufinden, wie welches Instrument klingt. Für so etwas ist so ein Stift natürlich wirklich genial! Wenn man nur etwas über Instrumente liest, kann man sich nur schwer vorstellen wie ein Instrument klingt und auch Begriffe wie hoch und tief sind für Kinder wenig konkret. Durch die Geräusche werden sie aber greifbar und verständlich.

Ein besonderes Extra ist das farbige Glockenspiel im Buch, auf dem man mit dem Stift kleine Liedchen spielen kann. Entweder man erfindet eine eigene Melodie oder man versucht die Noten der zwei abgedruckten Lieder zu spielen. Das ist natürlich reizvoll.

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Um Musik geht es auch in dem Buch „Entdecke Musik aus aller Welt“. Hier lernt man nichts über die typischen Orchesterinstrumente kennen, sondern man kann sich anhören zu welcher Musik man in Griechenland tanzt, wie die afrikanischen Trommeln klingen und wie unterschiedlich in Nord- und Südamerika Musik gemacht wird. Dabei lernt man selbstverständlich auch ein paar Instrumente kennen, die selbst Erwachsenen nicht unbedingt bekannt sind. Rund um die Welt wurden die erstaunlichsten Instrumente erfunden. Schön für Kinder ist, dass bei diesen exotischen Instrumenten darauf hingewiesen wird, welchen europäischen Instrumenten sie ähneln, so dass die Kinder einen Bezug zu den Instrumenten bekommen.

Bücherwürmchen hört sich gerne den Dudelsack sowie den jodelnden Mann an. Ich höre gerne die fröhliche irische Musik, finde aber auch die fremden Klänge aus Afrika oder Asien spannend.

Auch hier gibt es natürlich passende Spiele, die ähnlich wie in dem zuvor beschriebenen Buch sind.

Insgesamt ebenfalls ein tolles Buch, welches Lust auf Musik aus anderen Ländern macht. Überall auf der Welt wird gesungen, musiziert und getanzt. Mit Musik wird ein Lebensgefühl ausgedrückt. Sie gehört bei allen Kulturen zum Leben dazu und egal wie fremd sie auch klingen mag, man versteht sie dennoch sofort, so dass Musik ein einfacher Weg zur Völkerverständigung und zum Überwinden von Grenzen darstellt. Schön, wenn Kinder mit Hilfe dieses Buches nicht nur etwas über Musik lernen und erfahren können, sondern auch über andere Länder und Kulturen.

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Hier schließt sich auch das letzte Buch aus dieser Reihe an, welches ich bisher kennen lernen durfte: „Wir reisen durch Europa“.

Auf den ersten Blick gefiel es mir nicht ganz so gut, denn hier werden keine Landkarten mit Symbolen und Bildchen gezeigt, sondern von jedem vorgestellten Land wird nur ein Ausschnitt einer Stadt oder einer Landschaftsszene gezeigt. England, Frankreich und Italien werden durch ihre Hauptstädte präsentiert, während für Spanien ein Strand, für Österreich die Berge, für die Niederlande ein Campingplatz und für Deutschland die Nordseeküste gezeigt werden. Ist es in Ordnung, wenn ein Land auf wenige Details reduziert wird? Erst war meine Antwort eher nein, aber nach längerer Überlegung lautet sie eher ja! Ja, es ist für Kinder im Alter von 4-7 Jahren in Ordnung, denn auf diese Weise wird die Begegnung mit einem anderen Land für sie viel konkreter als wenn sie eine Karte des Landes sehen. Hier reisen sie mit verschiedenen Familien in den Urlaub und im Urlaub nimmt man nur einen Teil des Landes wahr. Man trifft Menschen aus dem Land, sieht ein paar Sehenswürdigkeiten, hört die Sprache und isst landestypisches Essen. Genauso geht es Kindern, die sie mit diesem Buch beschäftigen. Urlaub kennen sie aus eigener Erfahrung und so können sie sich schnell in die jeweilige Situation versetzen und gemeinsam mit den Familien den Urlaubsort erforschen. Das Buch stellt somit authentische Situationen vor und die Kinder können in einem altersgerechten Rahmen so einiges über ein paar ausgewählte Länder Europas erfahren. Besonders gut gefällt mir, dass man sich sogar Sätze und Dialoge in der jeweiligen Landessprache (inkl. der Möglichkeit der deutschen Übersetzung) anhören kann. Teilweise sind die Dialoge recht lang, aber so hat man eine gute Chance den Klang einer Sprache wahrzunehmen. Das englische Klatschspiel hat sich Bücherwürmchen bestimmt fünf Mal nacheinander angehört. Allerdings fand er auch das alberne „Spaghetti“ für ein Familienfoto äußerst lustig.

Neben Infos zu den gezeigten Städten und ihren Sehenswürdigkeiten erfährt man natürlich auch ein paar allgemeine Sachen über die Länder, z.B. etwas über die Nachnamenregelung in Spanien, über Schuluniformen in England oder übers Vespa fahren in Italien. Dazu kommen auch in diesem Buch Such-, Merk- und Wissensspiele, an denen die Kinder Spaß haben, wobei man Bücherwürmchen noch recht viel helfen muss. Aber die eine oder andere Quizfrage konnte er am Ende des Buches auch schon selbst richtig beantworten und so waren sowohl er als auch ich beim Zuklappen des Buches völlig zufrieden.

Ja, ich gebe es zu: Ich mag die TipToi-Bücher wirklich gerne! Die audiodigitalen Möglichkeiten wurden sehr gut genutzt und alles ist aufwendig und detailliert gestaltet.

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Der Stift muss separat erworben werden!

Die Welt der Musik, Wieso? Weshalb? Warum?, TipToi, Ravensburger, ISBN: 978-3-473-32902-1, 19,95€

Entdecke Musik aus aller Welt, Wieso? Weshalb? Warum?, TipToi, Ravensburger, ISBN: 978-3-473-32915-1, 19,99€

Wir reisen durch Europa, Wieso? Weshalb? Warum?, TipToi, Ravensburger, ISBN: 978-3-473-32914-4, 19,99€

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12 Kommentare zu “Musik und Sprachen muss man hören

  1. Die Welt der Musik haben wir auch, wirklich ganz toll! Felix sucht immer zuerst die Seite mit dem Orchester und probiert die Instrumente durch. Und jedesmal zeigt er mir Saxophon und Posaune, weil seine Geschwister die spielen.
    Welches Buch wir auch noch ganz toll finden ist „Bilderlexikon Tiere“. Damit haben wir angefangen, gab es als Starterset mit Stift. Schöne Bilder, teilweise mit Liedern. Tiere aus aller Welt. Ist immer noch Felix Lieblings-Tiptoi Buch ;o)

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    • Das „Bilderlexikon Tiere“ hört sich auch nach einem tollen Startbuch an, finde ich. Das ist ja auch ein Thema was viele interessiert, aber irgendwie haben wir schon sooo viele Tierbücher… 😉

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  2. Wir haben bzw. hatten auch sehr viele Tiptoi-Bücher, aber auch die Spiele sind/ waren bei meinen Jungs sehr beliebt.
    Nur leider ist der Stift nicht sehr belastbar und ein bisschen schlapp verarbeitet, finde ich…..wir sind inziwschen bei Stift Nr.3 angelangt 😉

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    • Dazu kann ich noch nichts sagen, bisher funktioniert alles gut (aber wir haben den Stift ja auch noch nicht lange). Manchmal nervt mich nur, dass man ihn sehr gerade halten muss um einen Ton herauszubekommen (z.B. bei dem Glockenspiel: Da will man mal schnell eine Melodie spielen, aber dann kommen keine Töne, weil man den Stift nicht im richtigen Winkel gehalten hat).

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      • Und als mein Sohnemann dann alleine damit spielte und das passierte, er aus Ungeduld fester aufdrückte, war nach einiger Zeit die „Spitze“ eingedrückt und der Sensor ging dann gar nicht mehr.
        Ein anderer Stift ist mal aus Tischhöhe runtergefallen, blöd auf der Spitze aufgetitscht und das war´s…haben wir aber zum Glück ersetzt bekommen.
        Es gibt ja auch temperamentvollere Kinder die den Stift nicht mit Samthandschuhen behandeln…..daher hätte ich mir eine solidere Verarbeitung gewünscht.
        Wie schaut denn der TING-Stift aus? Der reizt mich ja auch 🙂

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      • Mit dem Ting-Stift bin ich bisher auch sehr zufrieden. Er ist dünner als der TipToi-Stift und hat keine herausschauende Spitze (man kann also nichts eindrücken). Gut gefällt mir hier, dass er nicht mit Batterien funktioniert, sondern mit einem USB-Kabel aufgeladen wird (okay, das hat natürlich zum Nachteil, dass man nicht direkt weiterspielen kann, wenn er gerade leer ist, aber mich nervt der ständige Batterienverbrauch beim TipToi-Stift).

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  3. Welches der Musik – Bücher würdest du eher für kleinere Kinder empfehlen? Wir haben bisher nur das Pony Buch, das klappt richtig gut und macht uns beiden Spaß 😉 daher würde ich die reihe gerne erweitern, hatte erst die Piraten und aus gefasst, aber in vielen Rezensionen über zu viele Schimpfwörter gelesen, das ist im Nachplapperalter nicht das, was ich mir gerade von einem Buch wünsche 😉

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    • Von den Informationen her finde ich beide Musik-Bücher für kleinere Kinder noch recht schwierig. Aber wenn man in erster Linie die „Entdecken“-Funktion nutzt, dann kann man beide Bücher mit kleineren Kindern schon anschauen. In dem Buch „Die Welt der Musik“ befinden sich am Ende noch sieben Kinderlieder, die man mitsingen kann und Geräusche und Musik stammen natürlich eher aus der Umwelt der Kinder.
      Mein Mann sagt übrigens: Nimm doch das Ritter-Buch. 😉

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  4. Pingback: Erfahrungen mit dem Tiptoi-Stift | Geschichtenwolke - Kinderbuchblog

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