Mottotag: Piraten

Einen Piratenmottotag wollte ich eigentlich schon längst einmal mit Bücherwürmchen machen und da er sich dieses Jahr Karneval als Pirat verkleidet hat, bot sich dann der Fettdonnerstag als unser Piraten-Mottotag geradezu an! Und wir haben die Gelegenheit ergriffen und uns einen tollen Nachmittag gemacht. Da das Kostüm zu diesem Zeitpunkt natürlich schon fertig war, mussten wir uns damit nicht mehr beschäftigen, ansonsten könnte man an einem solchen Tag auch einen Säbel und eine Augenklappe basteln. Das hatten wir bereits vor ein paar Wochen gemacht und so konnte Bücherwürmchen bereits als Pirat in den Kindergarten gehen:

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Als er dann nach Hause kam, gab es erst einmal eine Piratenstärkung: Fischstäbchen im Pitabrot.

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So, nun konnte es endlich richtig los gehen und Bücherwürmchen bekam eine Flaschenpost überreicht, in der die Einstiegsgeschichte steckte.

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Es waren einmal ein großer und ein kleiner Pirat. Der große Pirat hieß der furchtlose Franz und der kleine Pirat hieß der wilde Willi. Der furchtlose Franz und der wilde Willi waren beste Freunde. Seit Jahren waren sie gemeinsam auf den sieben Weltmeeren unterwegs und verbreiteten dort Angst und Schrecken. Jedes Schiff, das sie am Horizont erblickten, überfielen und plünderten sie. Auch hatten sie schon so einige Schätze auf einsamen Inseln gefunden. Jedes Mal wurde die Beute gerecht aufgeteilt. Die eine Hälfte bekam der furchtlose Franz und die andere Hälfte der wilde Willi. Doch eines Tages geschah etwas, womit niemand gerechnet hätte: Als der wilde Willi eines Morgens vom Boot kam um ein bisschen Morgensport zu machen und seine müden Arme und Beine ein bisschen auf Trab zu bringen, sah er zufällig wie der furchtlose Franz hinter einem Busch verschwand. Neugierig schlich der wilde Willi hinter ihm her. Was machte der furchtlose Franz denn da geheimnisvolles? Der wilde Willi beobachtete mit großen Augen, wie der furchtlose Franz ein paar Münzen aus seiner Hose holte, sie wieder wegsteckte und etwas auf ein Blatt Papier zeichnete. Der furchtlose Franz versteckte einen Teil der Beute vor dem wilden Willi! Das konnte doch nicht wahr sein! Traurig ging der wilde Willi zurück zum Schiff. Sein Freund betrog ihn. Er wusste nicht, was er tun sollte. Eigentlich hätte er den furchtlosen Franz auf die Sache ansprechen sollen, aber irgendwie traute er sich nicht so recht, denn der furchtlose Franz konnte ganz schön böse werden, wenn ihm etwas nicht passte. Der wilde Willi sagte also nichts, aber die Stimmung an Bord sank beträchtlich. Die beiden Piraten sprachen kaum noch miteinander. Der wilde Willi kam nie dahinter, was der furchtlose Franz vor ihm versteckt hielt und wo er den Schatz versteckt hatte, aber er hatte so nach und nach einige Hinweise auf das Versteck gesammelt. So hatte er zum Beispiel den geheimnisvollen Zettel des furchtlosen Franz gefunden, auf dem der furchtlose Franz sich ein paar Notizen gemacht hatte. Er hatte alle Papierstücke, die er entdecken konnte, gesammelt um vielleicht doch noch den Schatz zu finden. Doch irgendwann hatte der wilde Willi keinen Spaß mehr am Piratenleben. Mit dem furchtlosen Franz war es nicht mehr so lustig wie früher und das Überfallen anderer Boote wurde ihm zu anstrengend. Die Teile, aus der sich die Schatzkarte zusammensetzte, besaß er aber immer noch. Er hatte sie aufbewahrt und eines Tages wollte er sie demjenigen geben, der sich als echter Pirat beweisen würde. Wenn jemand zeigen würde, dass er ein mutiger, kräftiger und schlauer Pirat ist, dann sollte dieser Mensch, die Papierschnipsel bekommen um dann den Schatz finden zu können. 8 Aufgaben musste man bestehen um alle Teile zu erhalten. Und dann musste man nur noch auf Schatzsuche gehen und wenn man Glück hatte, konnte man dann den alten versteckten Schatz vom furchtlosen Franz finden.

Natürlich haben wir diese Herausforderung angenommen und so bekamen wir die 8 Aufgaben und eine Schatzkarte, die sich nach und nach mit kleinen Bildchen füllte.

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1. Lies viele Piratengeschichten, damit du dich bestens in der Piratenwelt und mit ihren Geschichten auskennst. Welche Piraten kennst du?

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Wir haben nicht alle Bücher gelesen, aber dafür zweimal das Buch „Aufräumen ist nix für Piraten“, welches Bücherwürmchen erst an diesem Tag kennen lernte. Und das große Sachbuch „Alles über Piraten“ musste natürlich auch ganz genau gelesen werden. Danach wussten wir alles, was wir wissen mussten und konnten mit der zweiten Aufgabe weiter machen.

2. Beweise, dass du so stark und geschickt wie ein Pirat bist.

Nun musste Bücherwürmchen ein paar kleinere Spiele machen: Auf einem aufgeklebten Tesakrepp-Streifen balancieren, mit Stoffgemüse in ein Nudelsieb zielen, mit einem Pappkarton vorwärts rudern und versteckte Papp-Palmen im Zimmer finden.

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3. Singe Piratenlieder! Hörst du dich dabei wie ein echter Pirat an?

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Ich habe mir von lauter CDs die Piratenlieder zusammengesucht und vorher auf eine CD gebrannt, damit ich nicht ständig für jedes einzelne Lied zum CD-Player laufen muss. So haben wir dann z.B. von dem Piraten Peng gesungen, dem die Kanonen zu laut waren und der seitdem bei jedem Überfall „Peng“ schreit, es waren wilde Piraten dabei, die sich vor nichts fürchten, aber auch Piraten, die ausversehen mit Tomaten schießen, da der Matrose Hein sich nicht merken konnte, was er kaufen sollte… Einige Lieder kannten wir schon und konnten sie ein wenig mitsingen, andere lernten wir erst kennen… Dafür haben wir teilweise Bewegungen zu den Liedern gemacht. Die Rhythmusinstrumente wollte Bücherwürmchen nicht hervor holen. Es war ihm schon so alles aufregend genug.

4. Bastel dir Piratendeko: Buddelschiff – Ein Boot muss in ein Glas!

Naja, ein richtiges Buddelschiff haben wir natürlich nicht gemacht, aber ich fand die Idee irgendwie schön, dass man so etwas mit einem gebastelten Boot in einem Marmeladenglas nachmacht. Das Boot ist das altbekannte Faltbötchen. Bücherwürmchen wollte unbedingt ein schwarzes Boot haben, aber da wir kein schwarzes Faltpapier haben, musste er erst einmal das Papier schwarz anmalen. Gefaltet habe ich dann, aber Bücherwürmchen hat die Flagge und den Piraten gemalt. Da Bücherwürmchen noch ziemlich groß malt, musste der Kopf reichen… Ich habe den großen runden Kopf mit einem Auge, Mund und Bart (dem ich dann noch eine Augenklappe hinzugefügt habe, damit er nicht ganz so nach einem Alien aussieht) dann ausgeschnitten und dann wurden Flagge und Pirat ins Boot geklebt. Das Boot kam in das Kirschmarmeladenglas und Bücherwürmchen hat von außen noch ein wenig Wasser aufgemalt. Nur noch trocknen lassen und fertig!

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Anschließend haben wir uns dann erst einmal beim Kaffeetrinken gestärkt und was gab es natürlich? Berliner! Immerhin war ja Fettdonnerstag. Berliner, die mit Schiffssegeln aufgepeppt wurden. Bücherwürmchens Kommentar, als er sie gesehen hat: „Schööööön!“

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5. Sing das Lied „Auf, Matrosen, packt alle an“ und zeige dabei, dass du alles kannst, was ein Pirat auf dem Boot tun muss.

Klappte super! Bücherwürmchen und ich haben uns ordentlich zum Affen gemacht und mein Mann hat uns dabei fotografiert… Die Bilder erspare ich euch aber… 😉

6. Hör dir das Lied „Seefahrt-ABC“ an und finde heraus, was die Wörter „Smutje“ und „Bug“ heißen.

Das war natürlich auch kein Problem für uns und auch Bücherwürmchen hat herausgehört, dass der Smutje der Koch ist und das man das Buch vorne auf dem Schiff findet.

7. Erzähl, was du alles mit an Bord nimmst.

In „Ich packe meinen Koffer“-Manier haben wir „Ich gehe an Bord und nehme … mit“ gespielt. Bücherwürmchen hat allerdings recht abenteuerliche Dinge wie einen Ofen mitgenommen – eben alles, was er gerade so spontan gesehen hat. Egal, dafür habe ich mich um die Piratenausrüstung gekümmert und ein Fernrohr, einen Säbel und ein Kopftuch eingepackt.

8. Male ein tolles Piratenbild, auf dem alles zu sehen ist, was zu Piraten dazugehört.

So richtig viel Lust hatte Bücherwürmchen nun nicht mehr, denn jetzt wollte er so langsam wirklich den Schatz suchen. Aber als ich ihm dann gesagt hatte, dass er unsere Piratenaufkleber für das Bild verwenden dürfte, hat er dann doch noch einmal ordentlich losgelegt. Und es hat richtig viel Spaß gemacht. Zwar hat er manche Aufkleber an merkwürdige Stellen geklebt, aber er hatte immer eine tolle Geschichte dazu, warum der Aufkleber sich an diesem Ort befand und wie er zu dem restlichen Bild passte.

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Endlich bekamen wir unsere letzten Hinweise für unsere Schatzkarte, die nun vollständig war:

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Eine Weile musste Bücherwürmchen überlegen, welche Tür auf dem letzten Bild zu sehen ist, aber dann gab es kein Halten mehr und die Suche konnte beginnen. Er hat sich riesig gefreut als er den Schatz dann endlich entdeckt hatte:

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In der kleinen Schatztruhe befanden sich ein kleines Pixibüchlein, ein paar Weingummitaler und Ahoi-Brause. Welch eine Freude!

Aber leider war unser Piratentag damit auch zu Ende. Wir haben noch das Pixibuch gelesen und dann ging es für den kleinen Piraten noch einmal hinaus aufs Meer: Ab in die Badewanne hieß es am Ende dieses schönen Tages.

Ein paar Ideen für unseren Tag habe ich aus den Büchern „Bloß kein Stress!“ (Mottogeburtstag Piraten) und „Wild und verwegen übers Meer – Kinder spielen Seefahrer und Piraten“ (Ökotopia Verlag) genommen.

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Weitere Mottotage findet ihr HIER.

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2 Kommentare zu “Mottotag: Piraten

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