Auch die Kommunikation ohne Handys hatte etwas

Natürlich möchte ich mein Smartphone nicht missen und ich nutze es reichlich, aber erstens kam man früher auch blendend ohne so ein Gerät aus (welches nun ständig unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht) und zweitens ist es gut, dass es früher nicht diese Art der Kommunikation gab, denn ansonsten würde einigen alten Büchern ein Teil ihres Charmes genommen werden.

Gerade neulich habe ich noch einmal „Emil und die Detektive“ gelesen und spontan dabei gedacht: „Wie gut, dass es damals noch keine Handys gab!“ Klar, die Absprachen zwischen den Jungs wären deutlich einfacher gewesen und Emils Verwandten hätten nicht umsonst am Bahnhof Friedrichsstraße auf den Jungen warten müssen. Aber das gehört doch einfach zu dem Buch dazu! Genauso wie der Telefondienst des treuen, kleinen Dienstags, der am Ende vor Müdigkeit auf seinem Telefonssessel einschläft. Die Informationswege sind komplizierter, aber Emil und seine Freunde wissen sich zu helfen und planen die Kommunikation untereinander fantasievoll und gewissenhaft, so dass sie gut aufgestellt in ihr Abenteuer starten können. Und irgendwie ist ja auch der Telefondiest und die Kette der Informanten bereits ein Teil des Abenteuers, das dieses Buch ausmacht. In diesem Fall werden durch die fehlenden technischen Mittel eigene Lösungen gefunden, die auf Zusammenhalt angewiesen sind und die zum Charme der Geschichte beitragen.

9783791530123

Kennt ihr auch Bücher, in denen Handys den Verlauf einer Geschichte vereinfachen und entzaubern würden?

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