Nein, nein, nein! – Wenn aus Kindern kleine Quengler und Trotzköpfe werden

Ich erinnere mich noch all zu gut an die Fahrt in den Sommerurlaub im Jahr 2013. Die letzte Stunde im Auto war furchtbar. Unser Sohn schlief nicht und war äußerst quengelig. Nichts passte ihm. Die Musik, die gerade lief, wollte er nicht hören. Wenn wir sie dann ausgemacht haben, war er auf einmal anderer Meinung. Selbst wenn ich ihn auf andere Autos oder zum Beispiel einen Wohnwagen aufmerksam machte, hieß es „Nein, da ist kein Wohnwagen“. Immer nur nein! Er wollte immer genau das Gegenteil von dem, was man ihm vorschlug. Da hätte ein Buch wie „Nico und der große NEIN-Tag“ sehr gut gepasst. Oh ja, da hätte Bücherwürmchen sich gut mit dem kleinen Waschbären identifizieren können, der einen Nein-Tag veranstaltet.

Mama sagt ja auch ständig „nein“, also kann Nico das auch. Und egal, was Mama sagt, Nico sagt „nein“. Jaja, das kommt mir nur all zu bekannt vor… Allerdings muss Nico auch oft bei Sachen „nein“ sagen, die ihm eigentlich Spaß machen und das ist manchmal ganz schön blöd. Es ist nicht immer toll, nein zu sagen. Manchmal ist auch ein „ja“ schön. Zu dieser Einsicht ist Nico zum Glück bei der Frage nach einer Gute-Nacht-Geschichte gekommen.

Ob Bücherwürmchen durch dieses Buch etwas gelernt hätte? In bestimmten Phasen hätte sich wohl trotzdem der Trotz durchgesetzt, aber dennoch ist „Nico und der große NEIN-Tag“ ein niedliches Buch, welches einfach so wunderbar in die Lebenswelt der Kinder passt. Es zeigt die Welt der Kinder mit einem Augenzwinkern und so etwas gefällt mir. Und ob die Kinder dann dadurch etwas lernen, ist letztendlich nebensächlich. Wobei es schon schön ist, wenn das Wort „nein“ nicht ganz so inflationär benutzt wird…

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Nico und der große NEIN-Tag von Kristin Lückel und Irene Mohr, Kaufmann Verlag, ISBN: 978-3780629531, 7,95 €

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7 Kommentare zu “Nein, nein, nein! – Wenn aus Kindern kleine Quengler und Trotzköpfe werden

  1. Hallo Miri,
    kennst du das Buch „Der kleine, freche Quengelkasper“? Das habe ich noch aus Floris und Anna Lenas Trotzphase. Es geht um einen kleinen nervigen Kasper, der in einer Familie alles auf den Kopf stellt und Regeln lernen soll. Dabei ist auch noch so ein kleiner Holzkäfer mit herausnehmbaren Punkten. Diesen kann man dann bei den eigenen Kindern anwenden. Wenn sie an einem Tag etwas besonders gut gemacht haben bzw sich an die „Familienregeln“ gehalten haben, konnte man einen Punkt anstecken. Ansonsten wurde wieder einer abgenommen. Wenn der Käfer alle Punkte (ich meine es waren 6) komplett hatte, gab es eine Belohnung. Ich muß zugeben, den Käfer habe nur mal kurz angewendet. Aber dieses Buch wurde häufig vorgelesen. Ich finde es einfach süß und kam auch gut an.
    Für Felix müßte ich das nochmal heraus kramen… ;o)

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