Und immer wieder geht es Weihnachten nur um die Geschenke – oder kann es auch anders sein?

Manchmal denke ich, dass ich schon ziemlich altmodisch und spießig bin. Ich muss zugeben, dass mir häufig die Bilder in modernen, neuen Bilderbüchern nicht ganz so gut gefallen. Alles was so in Richtung Comic geht, ist nicht so ganz mein Fall. Manches ist mir zu chaotisch, zu bunt, zu grell, zu „laut“. Aber es gibt dennoch auch neue Bücher, bei denen mich die Illustrationen begeistern können. So ein Buch ist zum Beispiel „Malte und das schönste Geschenk der Welt“. In den Bildern steckt einfach jede Menge Leben und Witz. Sie sind bunt, fröhlich und insbesondere die gezeichneten Erwachsenen auch etwas außergewöhnlich und schrill – allerdings in einem Maß, in dem es mir wirklich gut gefällt!

Hinzu kommt eine schöne weihnachtliche Geschichte über das Schenken.

Malte möchte seiner Mutter ein Weihnachtsgeschenk kaufen, doch er hat nur 47 Cent. Übrigens eine Tatsache, die Bücherwürmchen eine ganze Weile beschäftigte, so dass er mich einmal ganz unvermittelt beim Kochen fragte, warum Malte nur 47 Cent hat. Mich wunderte schon ein wenig, dass er genau über dieses Detail nachdachte, denn die Summe und der Wert des Geldes sagen ihm ja noch gar nichts. Andererseits wird im Buch die Tatsache, dass Malte nur 47 Cent besitzt, mehrfach wiederholt und so etwas bleibt dann vielleicht doch schnell mal hängen. So, zurück zur Geschichte: Malte hat also nicht viel Geld, aber da er den Verkäufern leid tut, schenken sie ihm Kleinigkeiten, die sich so nicht verkaufen lassen. Etwas komisch kommt Malte sich mit diesen kaputten Dingen, die er noch nicht mal gekauft hat, schon vor, aber eine Nachbarin hilft ihm dabei, aus den Sachen ein nettes Geschenk zu arrangieren. Und am Ende stellt Malte fest, dass er sich ganz umsonst Sorgen gemacht hat, seiner Mutter könne das Geschenk nicht gefallen. Es geht nicht darum, Weihnachten viel Geld auszugeben. Es geht darum anderen Freude zu bereiten und zu feiern, dass Gott den Menschen durch seinen Sohn nahe sein möchte.

Vielleicht könnte man denken, dass die Äußerung der Mutter am Ende des Buches über den wahren Sinn von Weihnachten etwas zu religionspädagogisch motiviert ist, aber eigentlich finde ich es ganz schön, dass auch in einem bunten Bilderbuch die Weihnachtsbotschaft nicht unerwähnt bleibt. Und es passt ja auch zur Geschichte.

Bücherwürmchen wundert sich nur jedes Mal über das sitzende und winkende Baby in der Krippe: „Eigentlich können Babys das noch gar nicht!“ Recht hat er, aber mittlerweile freut er sich immer schon auf die letzte Seite um seine Anmerkung wieder anbringen zu können.

 228651000

Malte und das schönste Geschenk der Welt von Bettina Wendland und Nina Dulleck, SCM Verlag, ISBN: 978-3417286519, 10,95 €

Eine Übersicht zu weiteren in diesem Blog vorgestellten Weihnachtsbüchern gibt es hier.

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