Und Tag für Tag nähert man sich dem Stall in Bethlehem

Nachdem ich euch gestern bereits ein Buch, welches man als Adventskalender nutzen kann, vorgestellt habe, möchte ich euch heute ein weiteres, etwas umfangreicheres Buch aus dieser Kategorie vorstellen. Für mich persönlich ist es DER Leseadventskalender: „Das Weihnachtsgeheimnis“ von Jostein Gaarder.

Erst sehr spät kümmert sich die Familie um den Adventskalender für Joachim, fast zu spät, denn überall sind die meisten Kalender bereits ausverkauft. Da entdeckt Joachim in einem Buchladen einen alten, handgefertigten Kalender, für den er sich sofort entscheidet. Es ist ein Kalender mit Bildchen hinter den Türen, was auch den Eltern gut gefällt. Allerdings verbirgt sich hinter den Türchen noch etwas anderes: Zu jedem Bild gehört ein geheimnisvoller Zettel. Diese Zettel erzählen eine zusammenhängend Geschichte: Es ist die Geschichte von Elisabet, die einem Glockenlämmchen aus dem Kaufhaus folgt, und sich in einer Zeitreise auf den Weg nach Bethlehem macht, um pünktlich zur Geburt Jesu am Stall zu sein. Joachim ist ganz gespannt, wie sich diese Geschichte entwickelt, und er fragt sich, was von ihr vielleicht sogar wahr ist und so erlebt er gemeinsam mit seinen Eltern eine sehr spannende Weihnachtszeit.

Warum ist dieses Buch für mich DER Leseadventskalender? Ganz einfach deshalb, weil mein Mann und ich uns dieses Buch seit 4 Jahren jedes Jahr im Advent gegenseitig vorlesen. Und auch wenn wir die Geschichte mittlerweile in und auswendig können, freuen wir uns jedes Jahr wieder auf die gemütlichen Abendstunden, in denen wir dieses Buch lesen. Jedes Jahr ärgern wir uns wieder über die Eltern, die ihr Versprechen brechen und Joachims geheime Dose einfach öffnen. Wir wundern uns immer wieder darüber, wie dusselig Joachim manchmal ist und wie leicht er sich verplappert und wir verstehen nie so ganz, warum die Eltern jeden Morgen so aufgeregt in Joachims Zimmer laufen um dabei zu sein, wenn er das Türchen öffnet und auf einmal nichts mehr wichtiger ist als dieser Kalender. Es kommt uns also einiges ein wenig komisch vor, aber dennoch ist die Geschichte auch einfach immer wieder schön. Es ist eine ruhige Erzählung in der von Kapitel zu Kapitel viel wiederholt wird und so auch ein wenig langatmig wird. Immer wieder werden die ganzen Teilnehmer der Pilgergesellschaft aufgezählt, was eine gewisse Ruhe und Sicherheit ausstrahlt und man freut sich schon beim Öffnen des Buches am 1. Dezember auf das sicher wiederkehrende „Nach Bethlehem, nach Bethlehem“ des Hirten Josua.

Es ist ein Buch, welches Weihnachtsstimmung aufkommen lässt. Es erinnert an die wahre Weihnachtsbotschaft und lässt einen eintauchen in die Geschichte rund um die Geburt in Bethlehem.

Zu unserer Weihnachtskrippe haben wir uns extra die Figur des Pilgers dazu bestellt, so dass wir vielleicht irgendwann, wenn Bücherwürmchen etwas größer ist, dieses Buch im Advent gemeinsam lesen und dabei nach und nach passend zum Buch die Krippe mit ihren Figuren aufbauen können. Denn in dem Buch kommen sie alle vor: Engel, Hirten, Schafe, die drei Könige, ja sogar Kaiser Augustus…

Ich freue mich jedenfalls schon darauf, wenn es nächste Woche wieder losgeht und wir wieder gemeinsam mit Joachim die Geschichte von Elisabeth auf dem Weg nach Bethlehem lesen dürfen.

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Ich bin gerade übrigens etwas über das neue Cover erstaunt. Meine Ausgabe sieht ganz anders aus, so dass ich mich gerade mit dem neuen Buch gar nicht so richtig identifizieren kann. Es wirkt irgendwie so fremd…

Das Weihnachtsgeheimnis von Jostein Gaarder, Hanser, ISBN: 978-3446243194, 14,90 €

Eine Übersicht zu weiteren in diesem Blog vorgestellten Weihnachtsbüchern gibt es hier.

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Ein Kommentar zu “Und Tag für Tag nähert man sich dem Stall in Bethlehem

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