Mottotag zu dem Buch „Der rote Regenschirm“

Bücherwürmchen und ich haben mal wieder einen sehr schönen thematischen Tag gemacht. Dieses Mal lief es jedoch ein bisschen anders ab, als die letzten beiden Male. Zunächst gab es keine selbstgeschriebene Geschichte, die uns durch den Tag geführt hat, aber dafür hat uns dieses Mal ein Bilderbuch begleitet und am Ende des Tages gab es dann doch noch eine eigene Geschichte! Aber erst einmal der Reihe nach… Letzten Sonntag haben wir uns von dem Buch „Der rote Regenschirm“ inspirieren lassen. Für alle, die dieses wunderschöne Bilderbuch noch nicht kennen, möchte ich es zunächst kurz vorstellen, denn es ist tatsächlich ein ganz besonderes Bilderbuch: Es enthält keinen Text, erzählt aber dennoch die Geschichte von dem kleinen schwarzen Hund und einen roten Regenschirm. Der neugierige, kleine Hund entdeckt an einem stürmischen Herbsttag den roten Regenschirm an einem Baum. Kaum dass er sich an dem Schirm festhält, fliegt er auch schon los und das Abenteuer kann beginnen. Der Wind wirbelt Schirm und Hund in die Luft und lässt sie in den Wolken landen. Fröhlich spaziert der Hund über die weichen Wolken bis er durch ein Loch fällt und in Afrika landet. Oje, hier lauert die erste große Gefahr: Hungrige Krokodile kommen dem Hund bedrohlich näher…. Zum Glück packt ein Elefant den kleinen Hund und lässt ihn weiterfliegen – bis zum Meer, zum Dschungel, zum Nordpol und am Ende wieder zurück nach Hause. Der Hund hat bei seiner Weltreise eine Menge erlebt, ist vielen Tieren begegnet und hat viel gesehen. Die großen Bilder, die komplett die Seiten einnehmen, sind sehr schön anzuschauen, und da es keinen Text gibt, muss man sich die Geschichte dazu selbst erzählen. Das haben wir schon einige Male gemacht, aber nun wollten wir entlang dieses Buches unsere eigene Geschichte erleben und unsere eigenen Bilder dazu gestalten. Leider war Bücherwürmchen die Tage vor unserem Erlebnistag krank, so dass wir manches etwas ruhiger angehen mussten und auch nicht raus konnten, aber egal – wir hatten auf jeden Fall einen sehr schönen Tag! Natürlich haben wir erst einmal mit einem der Hauptthemen des Buches begonnen: Wind! Wir haben Watte über den Boden gepustet, erst einfach so und dann um die Wette. Bei entsprechendem Wetter könnte man an dieser Stelle auch nach draußen gehen und einen Drachen steigen lassen.

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Nachdem wir genug Wind gemacht hatten, ging auch unsere Reise endlich los. Wir flogen so wie der kleine Hund hinauf in die Wolken. Bücherwürmchen wollte sich leider nicht auf eine kleine Fantasiereise einlassen, deswegen haben wir uns dann nur gegenseitig im Gesicht und an den Händen mit einem Wattebausch gestreichelt. Anschließend haben wir dann mit Watte unser erstes Bild an diesem Tag gestaltet: Ein Wolkenbild. Das hat Bücherwürmchen so viel Spaß gemacht, dass er direkt noch ein zweites angefertigt hat.

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Als dieses dann ebenfalls fertig war, schauten wir uns im Buch das nächste Abenteuer des Hundes an und folgten ihm nach Afrika. Was kann man denn in Afrika alles machen? Klar, eine Safari! Wir haben uns aus Stühlen ein Safariauto gebaut und gespielt, dass wir eine Safari-Tour machen würden. Nachdem wir zunächst die Tiere beobachtet und fotografiert haben, haben wir uns selbst in afrikanische Tiere verwandelt. Wir brüllten und gingen auf Beutezug wie ein Löwe, stampften wie die Elefanten, machten das Maul weit auf wie die Krokodile, machten uns groß wie die Giraffen, hüpften wild wie die Affen herum und standen auf einem Bein wie die Flamingos.

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Außerdem sangen wir ein paar Elefantenlieder („Was müssen das für Bäume sein“, „Ein Elefant wollt bummeln gehen“) und nutzten direkt mal ein Lied von unserer neuen CD „Sing doch mal!…mit Tijo-Kinderbuch“, denn da ist ein passendes Nashornlied drauf, welches uns dann auch beim anschließenden basteln nicht aus dem Kopf gehen wollte… Als erstes haben wir mit großen Bügelperlen einen Elefant gebastelt. Der ist so bunt geworden, dass wir natürlich erst einmal das Buch von dem genauso bunten Elefanten „Elmar“ gelesen haben.

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Danach haben wir ein Afrikabild gestaltet. Das Highlight hier war natürlich der Sand, der auf das Papier gestreut und geklebt wurde.

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Weiter ging es dann durch das Meer. Bücherwürmchen hat schon toll dabei geholfen die Papierstreifen für das Wasser auszuschneiden und Aufkleber klebt er sowieso immer gerne auf. Außerdem durfte er noch ein paar Fische mit seinem Fingerabdruck machen. Jetzt war der Daumen natürlich etwas farbig – nicht schlimm, denn da wir natürlich auch noch durch das Meer schwimmen mussten, ging es noch eine Runde in die Badewanne.

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Anschließend landeten wir genauso wie der kleine Hund im Dschungel. Wir krochen und schlichen durch den Dschungel. Dabei mussten wir uns manchmal ganz klein machen, damit wir unter den Ästen und Blättern herkommen. In einem solchen Moment führte uns unser Weg unter dem Wohnzimmertisch her. Wir versteckten uns vor dem Jaguar und liefen auch durch den nächtlichen Dschungel, in dem wir die Fledermäuse und Affen hörten. Wäre Bücherwürmchen nicht krank gewesen, wären wir an dieser Stelle sicherlich in den Wald gefahren und hätten dort u.a. auch Affen etc. gespielt. Nachdem wir zurück aus dem Dschungel waren, haben wir uns noch das Bilderbuch „Mein kleiner Dschungel“ angeschaut und ein paar Lieder gesungen: „Die Affen rasen durch den Wald“ und „Fli-Fla-Fledermaus“ (CD „Sing doch mal!“). Außerdem haben wir uns noch einmal in einem kleinen Bewegungsspiel mit zwei Indianern auf den Weg gemacht um einen Jaguar zu fangen (ähnlich wie die bekannte Löwenjagd; Idee aus dem Buch „Budenzauber“, Ökotopia Verlag, hier wird übrigens im Original auch ein Löwe gefangen, aber das passte ja nicht so gut zum Dschungel…). Beim Bild konnte Bücherwürmchen wieder sehr gut helfen: Die Lianen und grünen Blätter konnte er schon gut ausschneiden und die Federn für die Papageien fand er natürlich auch super. Hier habe ich auch gar keine Arbeitsschritte fotografiert, denn bei diesen fusseligen Federn habe ich sowieso schon fast einen Rappel bekommen….

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Als letzte Station landeten wir am Nordpol bei den Eisbären. Klar, da haben wir das Eisbärenlied von der CD „Sing doch mal!“ am Klavier gesungen. Für das Bild hat Bücherwürmchen Eisschollen ausgeschnitten und Schneeflocken aufgeklebt und gestempelt. Gerade am Stempeln hat er immer sehr viel Spaß!

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So, jetzt war unsere Reise zu Ende, aber wir hatten dennoch etwas zu tun. Aus unseren Bildern wollten wir noch ein kleines Büchlein machen. Wir haben sie in Klarsichtfolien getan, zusammengebunden und auf jede Folie noch ein Foto von uns beiden geklebt, damit man auch sofort sieht, dass Bücherwürmchen und Mama lauter spannende Abenteuer erlebt haben. Im Gegensatz zu dem Buch „Der rote Regenschirm“ sollte es in unserem Buch aber auch einen Text geben. Hier ist unser Resultat – von Bücherwürmchen ausgedacht und erzählt und von mir wortwörtlich aufgeschrieben: Mama und bücherwürmchen machen einen Ausflug zu den Wolken. Da kuschen wir und wir spielen. Danach reisen wir nach Afrika. Dort wohnen ein Nashorn und eine Giraffe, die fressen Gras und spielen. Wir fahren mit einem Safariauto. Wir haben nur einen Fotoapparat dabei. Wir haben Tiere fotografiert und dann sind wir wieder nach Hause gefahren und haben geschlafen. Wir sind untergetaucht und haben den Fischen und den Delfinen „Guten Morgen“ gesagt. Es war gefährlich im Wasser, weil dort Haie waren. Wir sind mit dem Boot in den Dschungel gefahren. Dann haben wir die Papageien gesehen. Wir haben geguckt, ob da noch mehr Tiere sind und wir haben einen Jaguar gesehen. Mama hat „Hilfe“ gerufen. Wir haben uns versteckt. Der Jaguar ist weggelaufen. Mit einem Bus sind wir zum Nordpol gefahren. Da haben wir drei Eisbären und ganz viele Schneeflocken gesehen. Nordpolmenschen und wir haben die Tiere angeguckt. Mit dem Flugzeug sind wir nach Hause gekommen. Dann haben wir Kaffee getrunken und im Bett geschlafen. Auf dieses Buch ist Bücherwürmchen richtig, richtig stolz. Er sagt jetzt auch immer, dass es sein Lieblingsbuch sei. Es ist richtig schön zu sehen, wie sehr er sich damit identifiziert und wie sehr er sich darüber freut. Unser Tag war mit dem Buch jedoch noch immer nicht zu Ende. Ein entscheidendes Element in dem Bilderbuch von dem kleinen Hund ist der rote Regenschirm. Was liegt also näher als einen Regenschirm zu bemalen? Für unsere Hochzeit hatte ich einen großen, hellen Schirm gekauft auf dem „Just married“ steht. Zum Glück hatten wir aber sehr schönes Wetter an unserem Hochzeitstag und so steht dieser Schirm seit Jahren unbenutzt herum. Das sollte sich an diesem Tag nun ändern. Bücherwürmchen durfte mit Textilstiften große, bunte Kreise auf den Schirm malen und ich habe das „Just married“ mit „and now a family“ ergänzt. Der Schirm ist so groß, dass er sich perfekt dazu eignet eine gemütliche, kleine Lesehöhle zu bauen. Das ist ja genau das richtige für Bücherwürmchen! Wir haben eine Decke über den Schirm gehängt und uns mit dem Buch „Der rote Regenschirm“ zum Abschluss des Tages darunter verkrochen – richtig schön gemütlich!

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Ich kann euch allen sowohl das Buch „Der rote Regenschirm“ als auch den nachgelebten Tag inklusive selbst hergestellten Büchlein nur empfehlen! Wir hatten sehr viel Spaß und Bücherwürmchen war am Abend richtig traurig, dass der Tag zu Ende war.

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Der rote Regenschirm von Ingrid und Dieter Schubert, Sauerländer, ISBN: 978-3737360531, 14,95 €

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