Kann man eigentlich zu viele Bilderbücher besitzen?

Normalerweise beantworte ich am Montagmorgen ja immer die Montagsfrage, die auf dem Blog libromanie gestellt wird. Allerdings fällt die Frage diese Woche irgendwie aus. Naja, dann stelle ich mir heute mal meine ganz eigene Montagsfrage: Kann man eigentlich zu viele Bilderbücher besitzen?

Eigentlich wohl eine rhetorische Frage für eine Bücherliebhaberin wie mich, oder? Hm, manchmal weiß ich es tatsächlich nicht. Wir haben bereits viele Bücher, dann trudeln Rezensionsexemplare ein, ich kann in der Buchhandlung mal wieder nicht widerstehen, dann bekommt Bücherwürmchen das ein oder andere Buch geschenkt und zusätzlich leihen wir uns auch noch Bücher in der Bücherei aus. Ist da zu viel? Immerhin bleiben deswegen auch viele schöne Bücher eine Zeitlang im Regal stehen, da der Tag einfach viel zu kurz ist um all die Bücherschätze immer und immer wieder anzuschauen. Kann Bücherwürmchen auf diese Weise überhaupt eine besondere Beziehung zu einzelnen Büchern aufbauen, so dass sie ihm nach Jahren noch etwas bedeuten?

Ich halte extra schon einen Großteil meiner Bilderbücher im Gästezimmer zurück, damit man noch eine Übersicht über die im Umlauf befindlichen Bücher behält und ich denke, es klappt ganz gut. Bestimmte Bücher werden fast täglich geschaut, andere schöne Bücher bleiben eine Weile im Regal stehen und werden zu einer anderen Zeit dann wieder interessant. Und an bestimmten Tagen, z.B. wenn Bücherwürmchen krank ist oder wenn es draußen einfach nur ungemütlich ist, sind wir dann auch froh über die gefüllten Bücherregale, denn dann wird stundenlang ein Buch nach dem anderen geschaut und wir entdecken das ein oder andere Buch neu, welches wir unbedingt man wieder öfter anschauen müssen.

Und vor allem: So wie die Mütter im Kindergarten darüber staunen (mich eingeschlossen) wie genau die Kinder über alle, die im Kindergarten ein und ausgehen Bescheid wissen und man sofort von einem unbekannten Kind als Bücherwürmchens Mutter identifiziert wird, so staune ich oft darüber wie gut sich Bücherwürmchen die Geschichten in den Büchern merkt und darüber, dass er sofort weiß, um wen es sich handelt, wenn er eine Illustration von einer Bücherfigur irgendwo entdeckt. Selbst aus Büchern, die wir nur ein/zwei Mal angeschaut haben, kann er teilweise noch Monate später einzelne Details nennen, an die ich mich kaum erinnern kann. Er weiß dann auch, ob es ein Buch aus der Bücherei war oder ob wir es in einem bestimmten Zusammenhang, z.B. im Urlaub, gelesen haben. Über dieses kindliche Gedächtnis staune ich sehr oft und gleichzeitig zeigt es mir, dass wir natürlich noch nicht zu viele Bilderbücher besitzen. Wie auch? Von Bilderbüchern kann man doch gar nicht zu viele haben! Oder doch? Reicht es nicht aus ein paar Lieblingsbücher zu haben, ein paar Bilderbuchschätze, die einem persönlich viel wert sind? Aber jedes Jahr gibt es doch wieder so wunderschöne, tolle neue Bilderbücher! Denen muss man doch auch eine Chance geben, oder etwa nicht?

Was meint ihr? Kann man zu viele Bilderbücher besitzen?

Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass mich keine Antwort daran hindern kann, weitere Bilderbücher zu kaufen. Ich bin eben eine Sammlerin, eine Bilderbuchsammlerin… 🙂

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