Eine Geschichte über Mut und Zusammenhalt mit wunderschönen Bildern

Eigentlich völlig absurd, aber das Buch „Chacha-Casha – Das kleine Chamäleon“ fand ich allein deswegen schon sympathisch, weil es in einem Verlag mit dem schönen Namen „Glückschuh Verlag“ erschienen ist. Außerdem sieht das Buch natürlich auch schon von außen toll aus. Es besticht einfach durch seine bunten Farben, die dennoch nicht aufdringlich wirken und auch wenn sie klar voneinander abgegrenzt sind, dennoch miteinander verschmelzen. Die Farbgestaltung des Buches passt hervorragend zu dem Wesen eines Chamäleons. Das ist wirklich gut gemacht und vor allem vermitteln die Bilder eine schöne, freundliche Atmosphäre – vor allem diejenigen, die im Garten, in der Freiheit, spielen.

Es ist gar nicht so einfach dieses Buch vorzulesen. Zumindest mir hat der Name des kleinen Chamäleons einige Schwierigkeiten bereitet und ich habe mich das eine oder andere Mal bei der Aussprache von „Chacha-Casha“ verhaspelt. Aber irgendwie passt der Name einfach zu diesem Tier. Chacha-Casha hat es gar nicht so einfach zwischen den anderen Chamäleons, denn er ist, so wie es seine Mutter wünscht, immer sehr vorsichtig und ängstlich. Er kann sich hervorragend verstecken. Die anderen Chamäleons machen sich deswegen gerne über Chacha-Casha lustig. Doch eines Tages sollte sich dies grundlegend ändern, denn am Ende ist es Chacha-Casha, der mutig und geschickt, so dass ihn keiner sieht, die anderen Chamäleons rettet.

Das Buch beinhaltet also nicht nur tolle Bildern, sondern auch eine schöne Geschichte über Mut, Akzeptanz von anderen, Zusammenhalt und die Talente eines jeden. Jedes Chamäleon kann etwas anderes besonders gut und wenn sie alle zusammenhalten, dann sind sie am stärksten und können sich sogar vor den großen Menschen schützen. Gerade für Kinder ist es immer besonders schön, wenn jemand Kleines am Ende der Held ist, denn oft identifizieren sie sich mit den Kleinen und Schwachen. Mit ihnen fiebern sie besonders mit und so freute sich auch Bücherwürmchen über das Ende der Geschichte. Außerdem hatte er in dem Buch ein neues Wort kennen gelernt, welches ihn sehr beeindruckt hat: „Zweibeiner“. Zunächst fand er dieses Wort etwas merkwürdig und er konnte damit nicht viel anfangen, aber dann betonte er immer wieder, dass er auch ein Zweibeiner ist. Aus seiner Sicht ist er aber natürlich nicht gefährlich. Also kommt bei der Warnung der Chamäleon-Mutter auch wieder sein Lieblingsfragewort zum Tragen: Warum! „Warum sind die Zweibeiner besonders gefährlich?“ Dies kann man zum Glück anhand der Geschichte gut erklären…

Mir persönlich gefällt die Harmonie in dem Bilderbuch sehr gut. Diese wird sowohl durch die Bilder, die Geschichte und die Art des Textes erzeugt. Gerade dadurch, dass in kurzen Abschnitten mit vielen Pausen die Geschichte erzählt wird, strahlt sie eine große Ruhe aus. Toll ist auch die Verbindung des Anfangs und des Endes mit ähnlichen Sätzen. Mein Lieblingssatz des Buches ist „Mal schaut er mit dem linken Auge rechts herum, mal mit dem rechten Auge links herum.“ Diesen Satz findet man sowohl zu Beginn als auch zum Schluss. Sehr schön! Das gefällt mir.

chacha

 

Chacha-Casha: Das kleine Chamäleon von Dorothea Fechsig und Alaa El-Bundegji, Glückschuh Verlag, ISBN: 978-3-943030-09-9, 9,95€

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