Mottotag mit Geschichte: Herbst

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Gestern habe ich mit Bücherwürmchen einen tollen „Herbsttag“ gemacht. Wir haben ganz viel zum Thema Herbst unternommen. Es war ein richtig schöner Tag, zum Nachmachen zu empfehlen. 🙂

Eigens für diesen Tag habe ich eine kleine Geschichte geschrieben, die uns den Tag über begleitet hat. Gerne möchte ich euch hier die Geschichte und unseren Tag ein wenig vorstellen:

Kennst du schon Anton? Nein? Dann wird es aber höchste Zeit. Anton ist nämlich ein pfiffiger, kleiner Junge, der jede Menge Abenteuer erlebt.

Neulich war es wieder mal soweit. Anton langweilte sich schon eine ganze Weile und wollte endlich mal wieder etwas Spannendes erleben. Er saß im Wohnzimmer auf dem Sessel und wackelte mit seinen Füßen hin und her. „Was kann ich denn nur machen?“ überlegte er. Auf einmal sprang er auf. „Jetzt weiß ich es!“ rief Anton begeistert. „Heute werde ich den Herbst kennen lernen!“ Vor ein paar Tagen hatte Anton das Buch „Der Herbst steht auf der Leiter“ gelesen und nun war er neugierig, wo der Herbst war, wie er aussah und wer der Herbst eigentlich ist. Kennst du das Buch „Der Herbst steht auf der Leiter“? Vielleicht hast du ja Lust es noch einmal zu lesen und dann kannst du gemeinsam mit Anton auf die Suche nach dem Herbst gehen.

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Wo suchte man am besten nach dem Herbst? „Das ist doch einfach!“ Anton lief rasch in den Flur, riss die Jacke vom Haken und schlüpfte schnell in seine Gummistiefel. „Der Herbst ist natürlich draußen! Da werde ich ihn bestimmt finden.“ Nur mit Mühe bekam Anton die Tür auf. Ein Windstoß kam gerade vorbei und drückte sie beinahe wieder zu, aber Anton lehnte sich mit dem ganzen Körper gegen die Tür und schob sie mit ganzer Kraft auf. Endlich war er draußen. Etwas suchend sah er sich um und lief dann erst einmal durch die Pfützen, die sich auf der Straße gebildet hatten. Hui, und durch die nächste Pfütze. Das spritzte ordentlich! Wie gut, dass er Gummistiefel anhatte! Anton spielte eine ganze Weile an den Pfützen bis ihm wieder einfiel, was er draußen machen wollte. „Herbst!“ rief er so laut er konnte. „Herbst, wo bist du?“ Obwohl Anton richtig laut rief, konnte man ihn kaum hören, denn der Wind pfiff durch die Straßen. Er wirbelte die Blätter auf und schüttelte einige kleine Zweige von den Bäumen. Anton sah hinauf zum großen Kastanienbaum. Vielleicht stand der Herbst ja dort auf seiner Leiter um die Blätter anzumalen? Nein, die Blätter waren schon bunt und weit und breit war keine Leiter zu sehen. Enttäuscht bückte Anton sich und steckte eine Kastanie in seine Jackentasche. Wo konnte er jetzt noch nach dem Herbst suchen? Er antwortete ihm ja nicht.

Geh doch auch nach draußen und hilf Anton beim Suchen. Vielleicht entdeckst du ja auch ein paar Pfützen und kannst dort ein wenig spielen.

Nachdem Bücherwürmchen ordentlich durch die Pfützen gelaufen ist, haben wir natürlich auch nach dem Herbst gesucht. Wir haben ganz viele schön „angemalte“ Blätter entdeckt und überall nach einer Leiter Ausschau gehalten. Und einmal dachten wir schon, dass wir den Herbst gefunden hätten. Aber leider war es nur ein Mann, der seine Hecke geschnitten hat… Bücherwürmchen rief auch laut nach dem Herbst, dennoch blieb unsere Suche erfolglos. Am Ende meinte Bücherwürmchen, dass es den Herbst ja auch eigentlich gar nicht gibt. Als ich ihn dann fragte, wer denn dann die Blätter anmale, sagte er: „Das geht von alleine. Das macht der echte Herbst, der auch die Zweige runter schüttelt. Der Baum ist eigentlich der echte Herbst.“

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Als es anfing zu regnen, lief Anton zurück nach Hause. Vielleicht war es dem Herbst draußen ja auch zu ungemütlich und er hatte sich ins Haus verkrochen. Anton wollte sich jetzt jedenfalls erst einmal aufwärmen. Er rieb seine Hände aneinander: „Brrr, ganz schön kalt draußen. Wie gut, dass Mama und Papa im Ofen ein Feuer angemacht haben.“ Seine Mama kam in den Flur und räumte seine nassen Sachen weg. „Komm rein, Schatz. Ich habe eine gute Idee, wie wir dich wieder warm bekommen!“

„Wie denn?“ fragte Anton neugierig.

Mama hielt eine große Flasche hoch: „Kinderpunsch! Den mache ich dir jetzt auf dem Herd warm und dann kannst du ihn gemütlich auf dem Sofa trinken und dir ein paar Bücher anschauen.“

„Jaaa!“ rief Anton. „Und ich weiß auch schon, welche Bücher ich mir dann anschaue: Herbstbücher! Vielleicht weiß ich dann, wo und wie ich den Herbst finden kann!“

Möchtest du es genauso wie Anton machen? Einen Kinderpunsch trinken und Herbstbücher anschauen? Ich bin gespannt, was du dabei so alles über den Herbst herausfinden wirst.

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Auf den Kinderpunsch hat Bücherwürmchen sich schon seit Tagen gefreut und ihn auch ganz in Ruhe auf dem Sofa getrunken.

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Wir haben uns sehr viele Herbstbilderbücher angeschaut, u.a. das Herbst-Wimmelbuch, das herbstliche Buch von Pettersson und Findus und auch den entsprechenden Teil im Jahreszeitenbuch. Da wir dann noch etwas Zeit hatten, haben wir noch Herbst- und Sankt Martin-Lieder gesungen und anschließend in Bücherwürmchens Zimmer mit Playmobil, Duplo und Schleichtieren einen Herbstwald aufgebaut. Bei Bücherwürmchen durften jedoch auch ein Hai und eine Seerobbe mit in den Wald, denn schließlich war es ein „besonderer Herbstwald“.

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Mmm, der Kinderpunsch schmeckte richtig lecker. Anton leckte sich die Lippen ab. Vor ihm lag ein ganzer Stapel Herbstbücher, die er sich alle angeschaut hatte. Leider konnte er sich jetzt kein weiteres Buch mehr anschauen, denn Papa hatte ihn bereits drei Mal zum Mittagessen gerufen. „Aber ich wollte doch noch ein Buch gucken“ jammerte Anton. „Wie soll ich denn sonst den Herbst finden?“

„Vielleicht kannst du ihn beim Mittagessen entdecken. Es gibt heute Kürbis. Das passt doch auch zum Herbst.“ meinte Papa.

Guck doch mal, in deine Küche. Gibt es dort auch ein richtiges Herbstessen zu essen?

Klar, gab es richtiges Herbstessen: Der Papa hat mit Hackfleisch gefüllte Kürbisse gekocht!

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Nach dem Mittagsschlaf wollte Anton weiter nach dem Herbst suchen. Irgendwo musste er sich doch verstecken. „Mama, hast du eine Idee, wo ich nach dem Herbst suchen kann? Ich habe schon überall geguckt, aber ihn nirgendwo entdeckt!“

„Hm, da muss ich mal überlegen. Aber weißt du was? Bevor wir weiter suchen, backen wir jetzt erst einmal Maronenmuffins, damit wir uns bei der Suche nachher ein wenig stärken können.“ schlug Mama vor.

„Maronen? Was ist denn das?“ wollte Anton wissen.

„Das sind Esskastanien. Die passen ja auch gut zum Herbst. Vielleicht bringen sie uns sogar auf seine Spur.“

Hast du auch Lust Maronenmuffins zu backen? Wie die wohl schmecken?

Rezept aus: „Das große Wimmel-Kochbuch

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Das leckere Ergebnis:

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„Mama, kannst du auch schon die Muffins riechen?“ Anton schaute hungrig auf den Backofen. „Das riecht schon richtig lecker.“

„Stimmt, aber bis wir sie essen können, dauert es noch ein bisschen.“ meinte Mama und räumte die letzten Sachen in der Küche auf.

„Am besten gehe ich nachher noch mal nach draußen um nach dem Herbst zu suchen. Eigentlich ist der Herbst doch draußen, oder?“ überlegte Anton erneut.

„Da hast du wohl recht. Gleich wird es aber schon dunkel. Lass uns doch eine Laterne basteln, dann kann sie dir den Weg leuchten.“

„Au ja, dann können wir Sankt Martin spielen.“ rief Anton begeistert und summte sofort die Melodie von „Sankt Martin“ vor sich hin.

Bastelst du dir auch eine Laterne?

Klar, dass wir uns auch eine Laterne gebastelt haben. Die Blätter dafür haben wir schon vor ein paar Tagen gesammelt und gepresst. Der Käse von der Käseschachtel liegt noch zum Teil imKühlschrank. 😉

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Stolz betrachtete Anton die fertige Laterne: „Die sieht toll aus!“ Mama und Papa fanden das auch. Aber jetzt gab es erst einmal die Muffins, die schon warm und duftend auf dem Tisch standen.

„Jetzt bin ich aber mal gespannt, was ihr hier leckeres gebacken habt.“ sagte Papa und nahm sich einen Muffin. Nachdem er abgebissen hatte, nickte er: „Mmm, lecker!“

Auch Mama und Anton schmeckten die Muffins. Aber dann wollte Anton nicht länger drinnen bleiben. Er wollte nun endlich seine Laterne ausprobieren, Lieder singen und draußen noch einmal nach dem Herbst schauen. Mama und Papa sollten dieses Mal aber mitkommen. Vielleicht würden sie zu dritt, den Herbst besser entdecken.

Was meinst du, haben sie den Herbst gefunden? Geh doch auch mit deiner Laterne nach draußen und sing ein paar Sankt Martins- und Herbstlieder. Vielleicht findest du den Herbst ja?

Leider nieselte es ein wenig, als wir unterwegs waren. Das hielt uns jedoch nicht davon ab lauthals mehrfach hintereinander „Sankt Martin“ zu singen. 😉

„Weißt du was, Mama?“ fragte Anton, als er am Abend ins Bett gehen sollte. „Ich habe den Herbst zwar nicht richtig gesehen, aber ich glaube, ich kenne ihn jetzt trotzdem.“

„Ja? Magst du mir denn auch erzählen, wer der Herbst ist?“ wollte Mama wissen, denn natürlich war auch sie neugierig auf den Herbst.

Anton nickte: „Ja, der Herbst ist nass und windig und bunt und der Herbst hat ganz viele Blätter und Kastanien und Bucheckern. Ich glaube, die Blätter sind die Haare vom Herbst und die Kastanien sind sein Geld.“

„Das ist ja interessant.“ Gespannt hörte Mama Anton zu.

„Ja, aber der Herbst hat noch viel mehr. Er hat auch Kürbisse und Obst und er braucht ein warmes Feuer, da er sonst friert. Überall, wo der Herbst ist, ist es nämlich ein bisschen kalt.“

Mama nickte. Wenn sie an den kalten Tag dachte, konnte sie es gut verstehen, wenn sich der Herbst über ein Feuer freute.

„Manche Leute denken vielleicht, dass der Herbst nicht so fröhlich ist, weil um ihn herum manchmal so grauer Nebel ist, aber eigentlich stimmt das gar nicht. Der Herbst kann nämlich auch ganz toll feiern, Sankt Martin zum Beispiel. Und er freut sich immer, wenn wir die Lieder von ihm singen. Singst du noch mal ein Herbstlied mit mir?“ bat Anton seine Mama. Mama strich ihrem Jungen kurz über den Kopf und lachte: „Klar, das machen wir. Das ist schön, wenn wir dem Herbst eine kleine Freude machen können!“

Und du? Weißt du nun auch, wer der Herbst ist?

Bücherwürmchens Antwort: „Ja, der Papa!“

Am Schluss wurde der schöne Tag noch kurz dokumentarisch in unserem „Familienbuch“ festgehalten:

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2 Kommentare zu “Mottotag mit Geschichte: Herbst

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