Schöne Geschichte, schöne Bilder, trotzdem bleibt leider ein kleines „aber“

Es gibt Bücher, mit denen kann man sich irgendwie nicht so richtig anfreunden. „Fantje“ ist so ein Buch und ich finde es sehr schade, denn ich hatte mich auf dieses Buch gefreut. Als es bei mir ankam, war ich auch erst einmal begeistert, denn das Buch hat ein tolles großes Format, so dass man es sofort gerne in die Hand nimmt und aufschlägt.

Eigentlich ist auch die Geschichte nett: Fantje ist ein kleiner, weißer empfindsamer Elefant, der sich in seiner Heimat bei den wilden Elefanten unwohl fühlt und so macht er sich auf die Reise. Erst nach Holland und später nach Meißen. Dort findet er endlich sein Glück – zwischen lauter weißen Elefanten im Porzellanladen!

Eine schöne Geschichte mit gutem Ende – was habe ich daran auszusetze? An sich nichts, aber irgendwie störte mich diese zweite Ebene, die sich an die Erwachsenen wendet und die die Kinder nicht verstehen. Zum Verständnis der Geschichte ist das völlig egal, aber ich musste die ganze Zeit darüber nachdenken, dass das für Kinder doch viel zu schwierig und nicht zu verstehen ist, so dass ich die einfache und schöne Geschichte, die für die Kinder greifbar ist, kaum wahrgenommen habe.

Der Begriff Porzellanladen fällt zum Beispiel im gesamten Buch nicht. Die Verbindung Meißen und Porzellan muss man selber herstellen und auch das altbekannte Sprichwort „ein Elefant im Porzellanladen“ ist nur eine natürliche Assoziation von Erwachsenen.

Die Bilder sind eigentlich ganz schön. Sie sind in wenigen Farben gehalten und großflächig angelegt. Vielleicht sind sie für Kinder jedoch etwas zu „künstlerisch“. Aber Fantje ist auf jeden Fall ein süßer Elefant, den man trotz (oder gerade wegen?) seiner Empfindlichkeiten sofort ins Herz schließt.

Bücherwürmchen guckt sich das Buch recht gerne an. Das liegt daran, dass Fantje ein kleiner Quengler ist und man seine Passagen herrlich knatschig vorlesen kann. Daran hat Bücherwürmchen natürlich viel Spaß.

Ganz süß ist es übrigens auch, wie Fantje seine Reise mit Nüsschen, Macadamianüsschen, bezahlt. Es gibt schon einige nette Details und eigentlich ist es ja auch schön, dass man als Erwachsener in diesem Buch einiges entdecken kann, wenn man es aufmerksam liest. Eigentlich mag ich so etwas. Tja, eigentlich… Dieses Mal konnte ich mich damit nicht so richtig anfreunden. Schade! Vielleicht ist es mir zu poetisch? Ich weiß es nicht, ich hoffe nur, dass es den Weg in andere Herzen findet, denn wenn man dieses Buch anschaut, weiß man, dass es ein besonderes Buch ist. Vielleicht ein Buch für dich?

Auf jeden Fall bleibt dieses Buch trotzdem in unserem Bücherregal stehen und vielleicht werden wir ja doch noch Freunde… Bei Lieselotte klappte es ja auch erst im zweiten Anlauf… (s. „Liebe auf den zweiten Blick“)

fantje

Kennt ihr das Buch „Fantje“? Wie hat es euch gefallen? Eure Meinung dazu würde mich sehr interessieren. Kennt ihr auch Bücher, zu denen ihr keinen Zugang findet?

Fantje von Adam Jaromir, Gimpel Verlag, ISBN: 978-3981130041, 19,90 €

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