Ein Buch voller Teekesselchen

Spätestens seit den Horst & Helga-Geschichten in der Gecko-Zeitschrift, bei denen es stets um Missverständnisse rund um ein Wort geht, haben wir Spaß an Teekesselchen. Als ich nun das Buch „Zwei Bilder – ein Wort“ gesehen habe, wusste ich direkt, dass dies genau das richtige Buch für Bücherwürmchen ist.

Auf einer Doppelseite befinden sich zwei Bilder, wobei sich das linke und das rechte Bild jeweils mit demselben Begriff bezeichnen lassen. Dieser Begriff steht jedoch nicht dabei, sondern soll von den Betrachtern herausgefunden werden. Wenn man wirklich mal gar nicht drauf kommen sollte, kann man aber am Ende in den Lösungen nachschauen.

Es macht sehr viel Spaß sich dieses Buch anzuschauen und zu rätseln. Dabei erlebt man so manchen Aha-Effekt.

Förderung des Wortschatzes

Zunächst habe ich in dem Buch nur ein tolles Buch rund um Spiele mit der Sprache gesehen, aber ich habe festgestellt, dass es auch klasse zur Förderung des Wortschatzes ist. Zum einen können sich Kinder manche Begriffe durch das bekannte Bild erschließen und zum anderen nehmen sie die neuen Wörter, die sie hier lernen ganz rasch auf. Durch die Verbindung der zwei unterschiedlichen Bedeutungen können sie sich die für sie neuen Bezeichnungen sehr schnell merken, denn die Wörter an sich sind für sie ja nicht neu. Nachdem wir das Buch angeschaut haben, hat Bücherwürmchen in einem Wimmelbuch zum ersten Mal Nonnen als „Schwestern“ bezeichnet und auf der Straße entdeckte er auf einmal ein Fahrzeug namens „Raupe“.

Die Bilder selber haben uns nicht so sehr angesprochen, denn sie wirken wenig lebendig und kraftvoll, aber letztendlich blieb auch dadurch der Spaß an den Rätseln ungetrübt.

Zwei Bilder – ein Wort von Mirja Winkelmann, Prestel, ISBN: 978-3-7913-7290-7, 12,99€

Welttag des Buches: Blogger schenken Lesefreude

Der 23. April ist bei mir immer ganz dick im Kalender angestrichen, denn an diesem Tag ist der Welttag des Buches. Das ist für mich als  Kinderbuchbloggerin natürlich ein Feiertag. Und so nehme ich gerne wieder an der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ teil und verlose ein tolles Bilderbuch zum Vorlesen, denn ich weiß, dass dieses Buch viel Lesefreude schenkt. Zu gewinnen gibt es das neue Buch von Kosmo & Klax: „Freundschaftsgeschichten“.

Kosmo und Klax sind ganz besondere Freunde, denn Kosmo ist ein Eichhörnchen und Klax ist ein roter Ball. Die beiden halten immer zusammen, aber sie haben auch noch andere gute Freunde, zu denen der Angsthase Herr Mümmelmann, die kleine Lili Graumaus, die vornehme Frau Gans, der geschickte und reimende Bibo Biber sowie Kosmos Cousin Knabba gehören. Gemeinsam wird ihnen nie langweilig. Sie lassen sich immer wieder etwas neues einfallen.

Welche Freundschaftsgeschichten in Kinderbüchern haben euch besonders gefallen? Beantwortet mir die Frage und ihr seid drin im Lostopf! Viel Glück!

Teilnahmebedingungen: Wohnsitz in Deutschland, Alter: ab 18 Jahren, nur ein Mitglied pro Familie

Teilnahmeschluss: 01.05.2017 Bekanntgabe des Gewinners/der Gewinnerin am darauffolgenden Tag im Kommentar, der Gewinner/die Gewinnern wird durch das Los bestimmt

Meldet sich der Gewinner/die Gewinnerin nicht innerhalb einer Woche, wird neu ausgelost.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ich hafte nicht für auf dem Postweg verlorengegangene Artikel.

Die Teilnahme ist nur möglich, wenn die Frage beantwortet wird.

 

Lesen lernen mit Logicals

Beim Lesen lernen steigt die Motivation enorm, wenn die Aufgaben spannend sind. Ganz besonders gut geeignet sind hier die Lese-Logicals. Auch Bücherwürmchen hat schon viel Spaß an den Logicals aus dem Heft „Lesen, knobeln, logisch denken – Leseförderung mit Logicals“. Hier steht für die Kinder nicht das Lesenüben im Vordergrund, sondern das Rätseln und Knobeln.

Logicals in zwei Schwierigkeitsgraden

In dem Heft sind 16 Logicals jeweils in zwei Schwierigkeitsgraden vorhanden. Grundsätzlich geht es immer darum, herauszubekommen, wie bestimmte Figuren heißen, wer welche Kleidung trägt etc. Diese Informationen müssen den Sätzen entnommen werden. Bei der einfachen Variante können die erlesenen Informationen direkt umgesetzt werden, während bei der schwierigeren Variante erst alles gelesen werden muss, um dann nach und nach die Lösung herauszufinden.

Beim Logical „Hexen“ heißt beispielsweise der erste Satz des einfachen Logicals „Die Hexe mit der grünen Schürze fliegt auf dem Besen“. Da nur eine Hexe auf einem Besen fliegt, kann man nun direkt ihre Schürze grün anmalen. Bei der schwierigeren Variante lautet der erste Satz: „Xenia hat eine Warze auf der Nase und eine rote Schürze“. Da es jedoch zwei Hexen mit Warze auf der Nase gibt, braucht  man zunächst weitere Informationen um die Schürze anzumalen.

Die Kinder müssen hier genau lesen und jedes Wort verstehen, da manchmal kleine Wörter wichtig für die Lösung sind. Sie müssen Aussagen in Verbindung zueinander setzen und logisch denken. Außerdem müssen gelesene Sätze im Gedächtnis bleiben bzw. müssen die Sätze mehrfach gelesen werden. Es wird also eine ganze Menge gleichzeitig gefördert und vor allem ist es ein Aufgabentyp, der dabei noch viel Spaß macht – eine perfekte Kombination!

Bunte Themenmischung

Thematisch sind die Logicals bunt gemischt: Hexen, Ritterburgen, Weltraumwesen, Tiere, Clowns, Torten usw. Da dürfte für jedes Kind, egal ob Mädchen oder Junge, etwas dabei sein. Pro Logical sind 4-8 Informationen zu lesen. Die Sätze sind an sich nicht schwierig, aber die Informationen müssen dann ja noch richtig verarbeitet werden. Die Logicals sind alle gut und eindeutig gemacht und die Kinder finden meist ohne großen Frust die richtige Lösung heraus.

aus: Lesen, knobeln, logisch denken, BVK

In erster Linie ist das Heft für die Grundschule (1./2. Schuljahr) gedacht, aber man kann es auch prima zu Hause verwenden. Bücherwürmchen darf sich selber aussuchen, welche Logicals er gerne machen möchte. Bisher haben Hexen, Dinos, Räuber, Weltraumwesen, Vampire, Ritterburgen und Leuchttürme sein Interesse geweckt. Da es bei uns nicht um Schulaufgaben geht, bestehe ich auch nicht auf ordentliches Ausmalen. Es geht nur darum die Logicals erfolgreich zu lösen, was bereits sehr gut klappt. Wichtig ist, dass man nicht direkt eingreift und die Kinder selber knobeln lässt, was Eltern manchmal schwer fällt. Wenn ein Kind es dann aber alleine geschafft hat, ist die Freude umso größer und gerade bei Logicals können Eltern mal sehen, was die Kinder schon alles können.

Lesen, knobeln, logisch denken – Leseförderung mit Logicals (1./2. Klasse) von Barbara Peters und Katharina Joanowitsch, BVK (Buch Verlag Kempen), ISBN: 978-3-86740-138-8

Der Kölner Zoo für die Kleinsten

Neulich haben wir einen Ausflug in den Kölner Zoo gemacht. Besonders begeistert war Büchermäuschen von den Pavianen mit dem roten Po. Als ich dann im Zoo-Shop gesehen habe, dass sich in dem Pappbilderbuch „Mein 1. Kölner Zoo-Buch“ eine Doppelseite den Pavianen auf ihrem Affenfelsen widmet, musste ich es natürlich kaufen.

Überhaupt ist dieses Büchlein klasse um mit kleinen Kindern den Zoobesuch noch mal Revue passieren zu lassen. Dafür eignet sich natürlich auch das Zoowimmelbuch, aber hier nimmt man einzelne Tiere in Augenschein und kann so gut ein paar Tiernamen und Begriffe rund um den Zoo im Wortschatz des Kindes verankern. Die Beschriftungen der Bilder geben dazu Anregungen. Zum einen werden die Tiere benannt und zum anderen werden Wörter wie „klettern“, „Futter“ und „baden“ aufgegriffen.

Auf den Seiten begleiten wir ein Mädchen durch den Zoo, welches sich begeistert verschiedene Tiere anschaut. Die Tiere sin ein wenig niedlich und vermenschlicht gezeichnet, man erkennt sie aber sehr gut. Es ist ein fröhliches Buch, welches man sich gerne anschaut.

Schöne Tierauswahl für Kinder

Die Auswahl der Tiere gefällt mir sehr gut. Zwar sind hier auch etwas unbekanntere Tiere wie der Ameisenbär oder das Tapir abgebildet, aber vor allem sind hier viele Tiere vertreten, die im Zoo Eindruck auf die Kinder machen. Neben den Pavianen kann Büchermäuschen hier u.a. auch die Gorilla, die Elenfanten und die Seelöwen wiederentdecken. Dass bei den Bauernhoftieren auch das Maskottchen Hannes vom 1. FC Köln dabei ist, freut unseren Großen, da sein Freund Köln-Fan ist und er selbst gerade alles rund um Fußball spannend findet.

Als kleines Extra gibt es auf jeder Seite eine lustige Maus zu entdecken, die sogar im Aquarium taucht.

Insgesamt ist „Mein 1. Kölner Zoo-Buch“ ein sehr schönes Pappbilderbuch für alle kleinen Zoobesucher. Ich finde es klasse, wenn man sich mit einem Bilderbuch an einen Ausflug erinnern kann, so bleibt einem einerseits der Zoobesuch in lebendiger Erinnerung und andererseits hat das Buch eine besondere Bedeutung, was zum Anschauen und Sprechen motiviert.

Mein 1. Kölner Zoo-Buch von Gaby van Emmerich, J.P. Bachem Verlag, ISBN: 978-3-7616-3050-1, 6,95€

 

Das Rap-Huhn rappt nun im Bilderbuch

Kennt ihr das Lied „Das Rap-Huhn“? Für mich wird es wohl immer eine ganz besondere Bedeutung haben. Zum einen habe ich es gemeinsam mit Freunden und viel alberner Freude im Referendariat kennen gelernt und zum anderen haben es genau diese Freunde für unsere Hochzeit umgedichtet. Kein Wunder also, dass ich das gleichnamige Buch aus dem Carlsen Verlag unbedingt haben musste.

Das Rap-Huhn“ ist ein Bilderbuch mit Liedern und so wundert es nicht, dass es auch als Musical  bei www.eres-musik.de erhältlich ist. Und wie wir es von dem Autoren-Duo Jörg Hilbert und Felix Janosa bereits von den Ritter Rost-Büchern kennen, wird natürlich auch das Bilderbuch vom Rap-Huhn mit CD, auf der sich sowohl die Geschichte als auch die Lieder befinden, geliefert.

Hühnern auf dem Land begegnet das Rap-Huhn aus der Stadt

Die Geschichte ist nicht sonderlich lang: Auf dem Land leben die drei Hühner Hennrike, Hennriette und Huhnigunde mit dem Küken Eggbert. Sie fühlen sich hier wohl, doch eines Tages kommt das Rap-Huhn bei ihnen vorbei und schwärmt davon, wieviel cooler es doch in der Stadt sei. Während die Hühner staunen, ist Eggbert skeptisch und lässt sich nicht so leicht etwas vormachen. Aber das Rap-Huhn möchte den Tieren auf dem Land beweisen, dass es cool ist und kommt zunächst mit einem aufblasbaren Krokodil zurück, welches schnell enttarnt ist. Als das Rap-Huhn dann jedoch mit einem Riesenei ankommt, lassen es sich die Hühner nicht nehmen, dieses auszubrüten und auf einmal haben sie es mit einem Brontosaurus zu tun und das Rap-Huhn muss gestehen, dass es das Ei im Eier-Museum gemopst hat. Es hat sich so sehr gewünscht, dass die Landhühner es cool finden, aber diese sind auch so bereit, mit dem Rap-Huhn mal einen Ausflug in die Stadt zu machen.

Die Lieder, bei denen im Buch nur der Text ohne Noten abgedruckt ist, sind flott und machen viel Spaß und man hat nach dem Hören schnell den einen oder anderen Ohrwurm.

Auch die Bilder sind fröhlich, aber nicht zu kindlich. Besonders gut gefallen mir die Bilderstreifen, die teilweise an den Seitenrändern abgedruckt sind und die in einer Abfolge von einzelnen Bildern die Liedtexte humorvoll darstellen.

Tolle Lieder und Bilder, aber…

Die einzelnen Komponenten sind nicht schlecht, vor allem die Lieder und Bilder können überzeugen, aber dennoch bin ich insgesamt von dem Bilderbuch eher enttäuscht. Einige Lieder existierten bereits bevor diese Geschichte erschienen ist und so wirkt alles auch irgendwie etwas zusammengeschustert und nicht zwingend logisch zusammenhängend, teilweise erscheint das eine oder andere Lied sogar etwas fehl am Platz. Die Geschichte ist recht dünn und man fragt sich am Ende auch, was denn nun aus dem Dinosaurier geworden ist. Ich kann mir allerdings durchaus vorstellen, dass das Ganze als aufgeführtes Musical sehr gut wirkt und dann ist dieses Bilderbuch natürlich eine schöne Erinnerung für die Kinder an ihre Aufführung. Außerdem muss ich zugeben, dass mein Sohn sich die CD gerne im Auto angehört hat. Ein Fehlkauf ist dieses Buch sicherlich nicht, aber ich hätte von dem Bilderbuch mehr erwartet.

Das Rap-Huhn – Mit Liedern und Geschichte auf CD von Jörg Hilbert und Felix Janosa,  Carlsen Verlag, ISBN: 978-3-551-51896-5, 16,99€

Vorleseseminar: Die Trickkiste für Vorlesepaten

Ich möchte vorlesen, vorlesen, vorlesen! Ganz viel vorlesen! Klar, das mache ich ja auch täglich bei meinen Kindern, aber ich möchte für Kindergruppen vorlesen. Das möchte ich zwar schon lange, aber gerade bin ich in dieser Hinsicht besonders motiviert. Woran das liegt? Ich habe ein ganz tolles Vorleseseminar besucht: „Die Trickkiste für Vorlesepaten“.

Das hat so viel Spaß gemacht und ich bin mit ganz vielen Ideen nach Hause gekommen. Dafür hat sich sogar die 2 ½-stündige Fahrt bis nach Münster-Hiltrup gelohnt. Ich habe dieses Vorleseseminar auf der Homepage von Netzwerk Vorlesen (Stiftung Lesen) gefunden und mich kurzfristig dafür angemeldet. Wenn es hier bei uns so etwas nicht gibt, muss man eben auch eine längere Autofahrt auf sich nehmen, was übrigens bei den anderen Teilnehmern nicht der Fall war. Die kamen alle aus der Umgebung von Münster. Aber egal, ich wurde sehr nett in ihrer Mitte aufgenommen und habe mich auf dem Seminar sehr wohl gefühlt – es kann also durchaus sein, dass ich bei einer möglichen Fortsetzung des Seminars den Weg noch einmal auf mich nehmen würde. Das liegt aber natürlich nur zum Teil an den anderen Teilnehmern. Vor allem wurde einem hier wirklich von Daniel Werner und Malin Adler eine wahre Trickkiste zum Vorlesen präsentiert.

Die beiden Referenten haben das Seminar unter sich in zwei Teile geteilt: Zum einen ging es um die Durchführung einer erfolgreichen Vorlesestunde und zum anderen wurde gutes Vorlesen geübt.

Eine Vorlesestunde geprägt durch Rituale

Gerade der Teil, bei dem es um Abläufe, Materialien und Ideen für eine Vorlesestunde ging, hat mich  dazu angeregt mir eigene Vorlesestunden, die ich hoffentlich demnächst u.a. wieder im Kindergarten durchführen werde, auszumalen. Ganz, ganz wichtig sind Rituale und Wiedererkennungsmerkmale. Eigentlich ist einem dies ja klar, denn das ist bei Kindern immer ein wichtiges Thema, aber trotzdem braucht man manchmal einen Anstoß um diesen Grundgedanken in einer Vorlesestunde umzusetzen. Für eine Vorlesestunde kann dies also folgendes bedeuten: Gleichbleibende Grundstruktur, bestimmte Art der Begrüßung, evtl. sogar mit einem Lied, ein Lesetier, welches immer dabei ist und zu dem es vielleicht eine kleine Geschichte gibt, die wiederholt werden kann, der Vorleser trägt ein besonderes Erkennungszeichen (im Falle des Referenten zwei unterschiedlich gefärbte Ringelsocken), Anzünden einer Kerze, ein Glöckchen, das den Start des Vorlesens markiert, Hervorholen der Geheimkiste mit einem kräftigen und unterstützenden „Hau-Ruck“ der Kinder und vieles mehr… Uns wurden einzelne Bücher empfohlen und der Erzählsack, das Bilderbuchkino und das Kamishibai (Erzähltheater) wurden vorgestellt. Nein,  ich werde mir das jetzt nicht alles gleich kaufen, auf wenn es mir in den Fingern juckt, aber dass ein Kamishibai auf meinen Wunschzettel kommt, steht eh schon länger fest.

Wir wurden auch dazu angeregt zu bekannten Melodien eigene „Leselieder“ zu erfinden und diese Idee habe ich zu Hause direkt mal umgesetzt:

Hey Ho, heut‘ wird vorgelesen, von Räubern, Hexen und andren spann’den Wesen. Hört neue Geschichten, hört neue Geschichten. (nach der Melodie von „Hejo, spann den Wagen an)

Mein Kuschelelch darf vielleicht Leseelch werden und es sich beim Vorlesen auf der Geschichtenwolke gemütlich machen und als Wiedererkennungsmerkmal könnte ich beim Lesen meinen „Bücherwurm-Haarreifen“ vom Karnevalskostüm nutzen (wobei der etwas unangenehm am Kopf drückt…). Ihr merkt also, bei mir sprudeln gerade die Ideen. Am liebsten würde ich sofort loslegen. Ja, ich stelle wieder einmal fest, dass Büchern, insbesondere Kinderbüchern und dem Vorlesen meine Leidenschaft gilt.

Das Vorlesen vorbereiten

Auch das Vorlesen üben hat viel Spaß gemacht. Wir haben alle Texte aus dem Buch „Rigo und Rosa“ bekommen, die wir mit bunten Stiften für das Vorlesen vorbereiten sollten. So konnte man durch unterschiedliche Farben sehr schnell die unterschiedlichen Sprecher, also die Maus Rosa und den Leoparden Rigo unterscheiden, so dass man beim Vorlesen auch mal zu den Zuhörern aufschauen konnte ohne direkt den Anschluss im Text zu verlieren. Irgendwie ist man in einer Gruppe Erwachsener dann doch aufgeregter als bei Kindern, aber nachdem sich die erste Aufgeregtheit gelegt hat, hat es wirklich Spaß gemacht. Der Text ist aber auch klasse zum Vorlesen. Es gibt  viele Absätze, die es einem erleichterten Pausen einzuhalten und ruhig vorzulesen. Die Dialoge bringen Leben in den Text und man konnte sich an den unterschiedlichen Figuren ausprobieren. Außerdem sind die Texte einfach schön und humorvoll zugleich.

Ich finde das Buch „Rigo und Rosa“ richtig klasse und ich glaube, so ging es allen Teilnehmern. Allerdings habe ich angemerkt, dass Bücherwürmchen das Buch beim Vorlesen nicht sonderlich interessiert hat. Als ich dann am nächsten Morgen Bücherwürmchen vom Seminar erzählt habe, habe ich ihm auch mein geübtes Lesestück vorgelesen und anschließend haben wir dann gleich das ganze Buch gelesen. Und auf einmal kam der Humor des Buches bei ihm an und er lachte und schmunzelte an verschiedenen Stellen. Wieviel ein halbes Jahr doch manchmal ausmachen kann, gerade was der Sinn für Humor und angedeutete Ironie angeht.

Am Ende des Seminars durften wir uns alle Punkte, die uns wichtig waren, zusammensammeln. Jede einzelne Idee war auf einem Papierstreifen gedruckt, die man sich nehmen und in ein Säckchen stecken konnte, so dass man mit einem ganz individuellen Säckchen voller Ideen und Anregungen nach Hause ging. Ich glaube, ich werde sie mir noch auf Blätter aufkleben, denn wo soll man jetzt wieder ein Säckchen vernünftig unterbringen? Wobei ich das Säckchen selber klasse finde…

Das Seminar lieferte natürlich über das Erwähnte hinaus viele weitere Anregungen. Ich kann jedem nur empfehlen, ein solches Seminar zu besuchen. Es ist sehr bereichernd und ich hoffe nun, dass ich meine neuen Ideen sehr bald in die Praxis umsetzen kann.

Zwischenbericht Pixi-Challenge

Seit über zwei Monaten läuft nun die Pixi-Challenge, Zeit für einen ersten kleinen Zwischenbericht.

Große Vielfalt

Die Challenge macht mir auf jeden Fall große Freude, denn die Beiträge der Teilnehmer sind äußerst interessant. Vor allem finde ich es sehr spannend wie unterschiedlich Pixibücher ausgesucht und eingesetzt werden. Diese Vielfalt von Pixibüchern im Alltag hätte ich vor der Challenge nie vermutet: Bei vielen existieren noch geliebte Pixis aus der eigenen Kindheit, sie werden als Gute Nacht-Geschichte gelesen oder unterwegs mitgenommen, manche bevorzugen Pixibücher bestimmter Illustratoren, wenige sammeln bestimmte Pixibücher, stellen dann aber fest, dass sie eine ganze Menge Pixis einzelner Figuren haben und auch beruflich werden Pixis auf unterschiedliche Art und Weise eingesetzt, z.B. bei Andachten oder Predigten oder bei der Kunstvermittlung.

Ich habe auch erfahren, dass dem einen oder anderen erst durch die Challenge klar wurde, dass das Pixibuch zum Carlsen Verlag gehört und mit dem Begriff nicht alle Minibüchlein gemeint sind. Allerdings muss ich zugeben, dass mir das früher auch nicht so bewusst war.

Unterschiedliche Aufbewahrungsorte

Sehr interessant und anregend sind auch die Beiträge darüber wie die Pixibücher untergebracht werden. Während einige noch auf der Suche nach dem optimalen Ort sind, lagern die Pixis bei anderen in Lebkuchendosen, in speziell angefertigten Regalen, in selbst gebastelten Schachten und in genähten Körbchen. Manche haben sich auch für unterwegs tolle Pixibuchtaschen genäht. So etwas hätte ich ja auch gerne.

Diesen Aufbewahrungsort habe ich übrigens neulich gefunden:

Bei uns steht ein Großteil der Pixis nun im Kaufladen. Weitere Pixis sind weiterhin in Schuhkartons untergebracht.

Beiträge der Teilnehmer

Leider habe ich noch nicht von allen Teilnehmern erste Beiträge erhalten. Um an der Challenge teilzunehmen muss man zwar nicht eine gewisse Anzahl an Beiträgen schreiben, aber es wäre dennoch schön, wenn man von den Teilnehmern ab und zu ein Lebenszeichen bekommen würde.

Ansonsten kann ich euch nur allen empfehlen mal in die Beiträge hineinzuschauen. Sie sind wirklich alle sehr interessant und, auch wenn es immer um Pixibücher geht, sehr unterschiedlich. Man bekommt auch ein paar gute Tipps, welche Pixibücher sich vielleicht für einen noch lohnen. Auch das habe ich übrigens schon in dem einen oder anderen Artikel gelesen: Bestimmte Pixibücher wurden auf Beiträge anderer Teilnehmer hin angeschafft. Diese Wechselwirkung untereinander finde ich klasse und ich hoffe, dass wir uns auch weiterhin noch viele tolle Pixibuchtipps geben werden!

Buch-Tipps des Monats (April)

Seit diesem Monat hänge ich nun im Kindergarten Buchtipps aus. Dazu wähle ich drei Bücher für Kinder verschiedenen Alters aus und nenne dazu ein paar kurze Stichworte. Auf längere Texte verzichte ich in diesem Zusammenhang, denn ich weiß, dass viele Eltern kaum Zeit haben einen Blick beim Bringen oder Abholen der Kinder auf die Pinnwand zu werfen.

Hier seht ihr meine Empfehlungen vom April:

Ab 2 Jahren

  • Wiederkehrende Struktur
  • Witzige Überraschung
  • Lautmalerische Elemente wie „pitsch patsch“
  • Tolle Gesichtsausdrücke der Tiere

So müde und hellwach von Susanne Straßer, Peter Hammer Verlag, ISBN: 978-3-7795-0564-8, 14,90€

Ab 3 Jahren

  • Viel zu entdecken
  • Reime, die selbst ergänzt werden können
  • Abenteuer und Freundschaft
  • Wenig Text

Antonia war schon mal da von Max Fiedler und Patrick Wirbeleit, Reprodukt, ISBN: 978-3-95640-108-4, 16€

Ab 5 Jahren

  • Thema: Angst vor der unbekannten Schule
  • Fehler machen, ist nicht schlimm
  • Wunderschöne Gestaltung
  • Lässt sich toll vorlesen

Myka und die Versteckschule von Asja Bonitz, illustriert von Mele Brink, Edition Pastorplatz, ISBN: 978-3-943833-13-3, 17,50€

 

 

Manege frei: Nun darf geklatscht und getanzt werden

Ich bin ja so begeistert von dem Buch „Sei kein Frosch und küss mich“ und so war ich natürlich äußerst neugierig auf das Buch „Manege frei – Bist du dabei?“ von der selben Autorin, denn auch bei diesem Buch müssen die Kinder aktiv werden.

Klatschen, Schnalzen und Schütteln

Mein kleines Büchermäuschen (1 ½ Jahre alt) hat bei dem Buch sofort den Zeichenstil von Nastja Holtfreter wiedererkannt und wollte zunächst auch in diesem Buch alle Tiere einfach küssen. Es hat eine Weile gedauert, bis es verstanden hat, dass hier ein paar andere Aktivitäten gefordert sind, aber nachdem der große Bruder es vorgemacht hat, hat es auch mitgeholfen, Tiere und Akteure des Zirkus‘ auf Trab zu bringen: Hier muss der Vorhang angetippt werden, das Kind darf mit einem Druck auf einen Knopf die Kanone starten, auf ein Schnalzen hin setzt sich das Pferd in Bewegung, der Tiger springt durch die Reifen, wenn das Kind in die Hände klatscht und die Katze schaukelt auf ihrem Trapez durch das Schütteln des Buches hin und her.

Auch an diesem Buch haben Kinder jede Menge Spaß, allerdings müssen die Kinder hier schon mehr verstehen, da eben nicht immer nur ein und die selbe Handlung durchgeführt wird. Auch wissen die Kinder nicht bei allen Aufforderungen sofort wie sie sie durchführen sollen, da manches nur ein „So-Tun-Als-Ob“ ist. Dem Affen kann man beispielsweise keine echte vierte Keule zum Jonglieren zu werfen. Man kann nur spielen, dass man die vierte Keule im Buch aufhebt und diese dem Affen zu wirft. Nach einem kurzen Zögern bereitet Kindern dies aber kaum Probleme, denn im Alltag spielen sie ja häufig auf diese Art und Weise.

Wilde Tiere im Zirkus?

Etwas schade finde ich es, dass hier im Zirkus wilde Tiere auftreten und auf einem Ball balancieren und durch einen brennenden Reifen springen müssen. Auf diese Art und Weise erwarten Kinder, dass es solche Attraktionen im Zirkus gibt, während dies aus Tierschutzgründen sicherlich nicht zu befürworten ist. Allerdings wird das alles etwas dadurch aufgehoben, dass  hier alle handelnden Figuren Tiere sind und gar keine Menschen in dem Buch vorkommen. Eine lustige, fröhliche Tiergruppe zeigt in dem Buch ihre Kunststücke.

Insgesamt gefällt mir „Manege frei – Bist du dabei?“, welches übrigens auch wieder schön gereimt ist, dennoch gut, und es ist immer wieder süß, wenn Kinder vor den Büchern klatschen, tanzen, singen und mit der Zunge schnalzen. Auch wenn das Buch nicht ganz an seinen Vorgänger heranreichen kann, gebe ich eine klare Kaufempfehlung, denn diese Art von Büchern macht Kindern und Erwachsenen einfach viel Spaß.

Manege frei – Bist du dabei? von Nastja Holtfreter, Magellan Verlag, ISBN: 978-3-7348-1526-3, 9€

Tolle Motive fürs Fingerstempeln

Bald ist Ostern, eine Zeit, in der viele Kinder Ferien haben und teilweise auch in den Urlaub fahren. Und da kann man immer gut ein paar Materialien gebrauchen,  mit denen Kinder aktiv werden können. Sehr gut gefällt mir „Mein erstes Fingerstempel-Bastelbuch“, mit dem die Kinder gleich ein paar Basteleien zur Oster- und Frühlingsdeko (Blumen, Schmetterlinge, Küken) beitragen können.

Hier können Kinder per Fingerstempel-Technik verschiedene Bilder und Bastelmotive bunt verzieren. Bunte Stempelkissen werden praktischerweise direkt mitgeliefert. Allerdings waren sie bei uns teilweise etwas ausgetrocknet. Wenn man sie mit ein wenig Wasser beträufelt, lässt sich dieses Problem jedoch leicht lösen.

Technik: Fingerstempeln

Kinder haben meist viel Spaß daran mit den eigenen Fingern Farbe aufs Papier zu bringen. Allerdings brauchte Bücherwürmchen eine ganze Weile um die Technik des Stempelns wirklich umzusetzen. Zunächst wollte er die Farbe mit dem Finger eher verschmieren und damit „malen“. Hm, ich wünschte mir, dass so schöne Fingerstempel-Bilder wie in den Beispielen entstehen, aber Bücherwürmchen hatte mit seiner Technik Spaß und wollte sich zunächst nichts sagen lassen. Gar nicht so einfach, sich als Mutter da zurück zu nehmen und den Spaß in den Vordergrund zu stellen. Am besten man macht dann einfach ohne große Worte mit und dann sieht das Kind, wie man es auch machen kann.

Bastelmotive kommen gut an

Anmalen steht bei Bücherwürmchen nicht unbedingt hoch im Kurs. Fingerstempeln ist da schon etwas attraktiver, aber so spannend findet er es nicht Bilder zu verzieren. Deshalb gefällt es mir sehr gut, dass es hier neben einzelnen Bildern mit Motiven für Jungen und Mädchen auch viele Motive gibt, aus denen man mit wenigen und einfachen Schritten (ausschneiden und kleben) etwas basteln kann. Während Bücherwürmchen die Bilder meist links liegen ließ, hatte er großen Spaß an den Bastelmotiven, bei denen ich auch kaum noch helfen muss.

Mini-Künstler: Mein erstes Fingerstempel-Bastelbuch, illustriert von Hartmut Bieber, Coppenrath, ISBN: 978-3-649-62246-8, 9,99€