Messe-Highlights: Kirsten Boie und Paul Maar

Der Oetinger Verlag hat mir zwei Highlights auf der Frankfurter Buchmesse beschert:

Ich durfte mich in einem Gespräch mit drei anderen Bloggerinnen (Mom’s Favorites and more, KinderwärtsKleine Familienwelt) mit Kirsten Boie (u.a. Erstlesegeschichten über „King-Kong“, „Die Kinder aus dem Möwenweg“, „Seeräubermoses“, „Ritter Trenk“, „Thabo“) austauschen. Was für eine Gelegenheit und was für ein Erlebnis! Außerdem hat Paul Maar (u.a. „Das Sams“) zu Beginn des Oetinger Blogger-Events gesprochen. Wie schön, dass ich ihn auf diese Art kennen lernen durfte. Vielen Dank, lieber Oetinger Verlag, für diese beiden unglaublichen Erlebnisse, über die ich nun ein wenig berichten möchte.

Mit Kirsten Boie haben wir uns ganz locker über die verschiedensten Themen unterhalten: Lesen, Kinder heute und früher, Afrika, das Schreiben von Büchern und vieles mehr. Kirsten Boie ist nicht nur eine richtig gute Kinderbuchautorin, sondern auch eine überaus sympathische Frau. Und wieder einmal stelle ich fest, dass hinter guten Kinderbüchern, die die Kinder und auch die Erwachsenen richtig ansprechen und sie über Jahre hinweg begleiten, tolle Menschen stecken, die nicht einfach nur schreiben, sondern die etwas vermitteln möchten, die etwas zu sagen haben und die sich engagieren.

Möwenweg-Stiftung: Bälle für Afrika

Kirsten Boie hat eine Reihe über Thabo geschrieben, die in Afrika spielt. Ich habe euch den letzten Band der Reihe bereits vorgestellt. Es ist ein spannendes, mitreißendes Buch mit sympathischen Charakteren und es kommt nur deshalb so authentisch herüber, da Kirsten Boie selbst viel in Swasiland unterwegs ist und dort unter den Menschen lebt. Sie hat das Land und die Menschen dort richtig kennen gelernt und sie liegen ihr wirklich sehr am Herzen. Es ist toll zu spüren, mit welchem Engagement, sie sich für die Menschen und insbesondere die Kinder dort einsetzt. Mit der Möwenweg-Stiftung unterstützt sie in Swasiland die Neighbourhood Carepoints, in der Waisenkinder von ehrenamtlichen Frauen betreut werden. Diese Frauen leisten wunderbare Arbeit, wie uns Kirsten Boie auch in unterschiedlichen Videos zeigen konnte, aber leider mangelt es an vielen Materialien, die praktisch nicht vorhanden sind. Wenn die Frauen eine Wunschliste für ihre Arbeit schreiben dürften, dann ständen dort Zeichenpapier und Bälle drauf. Ja, Bälle sind eine große Kostbarkeit für die Kinder in Swasiland, was auch in dem dritten Thabo-Band sehr eindrücklich geschildert wird. Wäre es nicht toll, wenn alle Kinder wenigstens die Möglichkeit hätten mit Bällen zu spielen? Sollten wir, bei denen es keinen interessiert, wenn ein Ball mal über eine Hecke fliegt und nicht wieder auffindbar ist, nicht in der Lage sein, diesen Herzenswunsch der Kinder zu erfüllen? Dafür reicht es aus, wenn jeder nur eine kleine Spende unter dem Stichwort „Bälle für Afrika“ an die Möwenweg-Stiftung einreicht. Macht doch alle mit! (Möwenweg-Stiftung, IBAN: DE10700205005020204000, BIC: BFSWDE33MUE, Bank für Sozialwirtschaft).

Schreiben ohne nachzudenken

Das Projekt liegt Kirsten Boie sehr am Herzen, aber wir haben uns natürlich auch über andere Themen unterhalten, bei denen Lesen und Bücher im Vordergrund standen. Es war sehr interessant zu erfahren, wie Kirsten Boie ihre Bücher schreibt. Ich glaube, sie ist eine so gute Schriftstellerin, da sie beim Schreiben nicht nachdenken muss. Sie schilderte diesen Vorgang so, als würde sie den Text aus ihrem Kopf abschreiben. Er fliegt ihr also quasi zu. Und dies ist doch eigentlich ein Zeichen dafür, dass das Schreiben ihre Berufung ist.

Am liebsten arbeitet Kirsten Boie vormittags, aber nicht immer hat sie Lust dazu zu schreiben. Sie liest sich zunächst durch, was sie am Tag vorher geschrieben hat und dann rutscht sie in die Geschichte hinein.

Kinder und Bücher

Ich wollte gerne wissen, ob sich etwas bei den Kindern geändert hat bzw. ob Kinder heute anders bei Lesungen sind als früher. Natürlich kann man so etwas nicht verallgemeinern, aber Kirsten Boies Beobachtung ist, dass die Schere weiter auseinander geht. Auf der einen Seite gibt es mehr Kinder, die vom Vorlesen gar nicht genug bekommen und die stundenlang zuhören können und auf der anderen Seite gibt es leider auch Kinder, denen bis zur Schule kein Buch begegnet ist. Es ist wichtig, dass für diese Kinder etwas getan wird. Für Kinder, die gerne lesen und die schon früh in Kontakt mit Büchern gekommen sind, gibt es immer Bücher. Anders ist dies bei Kindern, für die der Einstieg schwer ist. Hier sind schnellere Handlungsschritte und mehr Handlung, wie sie es z.B. aus dem Fernsehen gewohnt sind, nötig.

Auch die Schwierigkeit gute Erstlesebücher zu schreiben wurde angesprochen. Diese sollen natürlich inhaltlich spannend sein, während sie dennoch leicht zu lesen sein müssen. Aber auch wenn es gute Erstlesebücher gibt, sollte man das Vorlesen auch bei Grundschülern nicht vernachlässigen. Es ist so wichtig, dass Kinder in Geschichten eintauchen können und mehrere Tage immer wieder eine Fortsetzung einer solchen Geschichte erfahren können. Hier sind Vorleser von Nöten, denn es dauert lange bis Kindern das Selberlesen, welches zunächst eine große Anstrengung ist, Spaß macht.

Das Gespräch war äußerst interessant und wirklich ein ganz tolles Erlebnis. Ich habe Kirsten Boie als einen sehr sympathischen und engagierten Menschen erlebt. Ihre Bücher habe ich schon immer sehr gerne gelesen, aber nun, wo ich den Menschen dahinter kenne, werden sie noch mehr zu kleinen Schätzen für mich.

Beim Blogger-Event vom Oetinger Verlag durften wir Paul Maar begrüßen. Und das war auch richtig toll, denn er war ebenfalls überaus sympathisch und hat herrlich mitreißend vom Sams und seiner Arbeit als Autor erzählt: Wie ist das Sams entstanden? Wie arbeitet er? Was hält er von den neuen Illustrationen? Paul Maar gab uns überall zu gerne und ausführlich Auskunft.

Nachts kommen die besten Ideen

Nachts gegen 3 Uhr wacht Paul Maar meistens auf und bleibt dann für eine halbe Stunde wach. In dieser Zeit kommen ihm die besten Ideen – so auch die vom Sams. Eigentlich ging es jedoch im ersten Band gar nicht um das Sams, sondern vielmehr um Herrn Taschenbeier. Als Kind kannte Paul Maar einen Mann, der so angepasst und unsicher war wie Herr Taschenbier zu Beginn der Reihe. Es war ein netter Mann, der gut mit Kindern reden konnte, der aber nicht richtig zufrieden war. Als Kind konnte Paul Maar ihm nicht mehr Lebensfreude schenken, aber als Erwachsener konnte er ihm einen witzigen Gegenpart geben: Das Sams!

Neue Sams-Illustrationen

Das Sams entstand bereits in den 70er Jahren. Damals war ein Farbdruck sehr teuer. Das hat sich mittlerweile geändert und die meisten Kinderbücher haben farbige Illustrationen. So kennen es die Kinder heute. Da wäre es vielleicht auch angebracht, in den Sams-Büchern farbige Bilder zu bringen. Es würde Paul Maar jedoch über ein Jahr Zeit kosten alle Bilder in Farbe neu anzufertigen, so dass er sich eine andere Illustratorin gewünscht hat. Ihm gefallen die Bilder von Nina Dulleck, aber dennoch ist es nicht so ganz „sein Sams“. Und genauso geht es wohl vielen Erwachsenen. Erwachsene greifen gerne noch nach den alten Ausgaben, die übrigens weiterhin erhältlich sind, während Kinder wohl die neuen Illustrationen schöner finden.

Sehr spannend fände ich es, mal in eine der vielen Übersetzungen des Sams hineinzuschauen. Es ist gar nicht so einfach, dass Sams zu übersetzen, dessen Name ja mit der Sprache spielt. Ich wüsste gerne mal, wie der Übersetzer ins Arabische das hinbekommen hat, denn Paul Maar erzählte uns, dass dort die Wochentage einfach „Erster Tag“, „Zweiter Tag“, „Dritter Tag“ etc. heißen.

Das Sams feiert Weihnachten“ ist das neuste Sams-Buch von Paul Maar, aber ist es auch sein letztes? Er sagt: „Das ist jetzt der letzte Band!“ Aber das hat er nach jedem Band gesagt…

Ich bin dem Oetinger Verlag sehr dankbar dafür, dass ich Paul Maar bei diesem Event hören durfte. Es war richtig interessant und ich finde auch Paul Maar unglaublich sympathisch! Natürlich haben wir uns auch gleich mal das neue Sams Buch gekauft und ein Autogramm von Paul Maar haben wir auch bekommen.

Mein Sohn hat übrigens auf seinem Blog bereits etwas über das erste Sams-Buch geschrieben.

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Erlebnis Frankfurter Buchmesse – Teil 1

Kurz bevor es auf die Frankfurter Buchmesse ging, war ich furchtbar aufgeregt und nun liegt die Buchmesse bereits hinter mir und ich bin voller neuer Eindrücke und überlege schon, wann es das nächste Mal die Gelegenheit für solch ein tolles Ereignis gibt.

Ja, die Frankfurter Buchmesse war toll und ich habe an den zwei Tagen, an denen ich dort war, unglaublich viel erlebt. Einen Tag war ich allein dort und einen Tag mit meinem Bücherwürmchen. Beide Tage waren richtig schön, aber durchaus ganz unterschiedlich. Ich kann jedenfalls sagen, dass es auf keinen Fall ein Fehler war mit Kind zur Buchmesse zu fahren. Letztendlich war der zweite Tag mit Kind sogar fast weniger anstrengend als der Tag ohne Kind, was aber natürlich daran lag, dass ich alles bewusst entschleunigt habe. Anstatt vieler Termine sind wir einfach ganz entspannt über die Messe gebummelt und haben uns an vielen Ständen hingesetzt und ich habe dem Bücherwürmchen ganz viel vorgelesen.

       

Kontakte zu Verlagen

Am ersten Tag hatte ich ein paar wenige Termine bei Verlagen, bei denen mir die Frühjahrsprogramme vorgestellt wurden. Darüber hinaus habe ich mit einigen Verlagsmitarbeitern gesprochen, die man (aus Mailkontakten) kennt. Das ist bei kleineren Verlagen (u.a. bei Südpol, Edition Pastorplatz, Jacoby & Stuart, Lychatz, DIX und einige andere) einfacher, aber auch bei den größeren (z.B. Carlsen, Oetinger, Coppenrath) hat es bei guten Kontakten geklappt. Insgesamt bin ich aber auch an vielen Ständen vorbeigelaufen, ohne mich zu trauen, die Leute dort anzusprechen. Vielleicht mache ich beim nächsten Mal einfach auch ein paar mehr Termine? Dann bekommt man zumindest durchgehend etwas zu trinken, was ja auch nicht schlecht ist. Ein paar (für mich) neue Verlage habe ich aber auch entdeckt und kurz Kontakt aufgenommen (z.B. 360 Grad Verlag oder Traumsalon Edition). Ihre Programme werde ich mir in Kürze noch genauer anschauen und euch hier natürlich alle positiven Entdeckungen auch zeigen.

        

Treffen mit anderen Bloggern

Angenehm fand ich auch Verlagstermine mit einer anderen Bloggerin. Mit Dagmar von Buchkind-Blog durfte ich dem Tulipan Verlag mitteilen, dass ihnen der Buchkönig verliehen wird, und Mona vom Tintenhain habe ich zu ihrem Termin beim Arena Verlag begleitet. So kommen einfach auch noch einmal andere Gespräche auf.

Überhaupt waren natürlich gerade auch die Treffen mit anderen Bloggern toll. Endlich durfte ich mal Mona vom Tintenhain kennen lernen, die ich über das Internet beinahe mein ganzes Bloggerleben lang kenne. Wir haben gemeinsam eine tolle Mittagspause verbracht. Auch über das Treffen mit Dagmar habe ich mich sehr gefreut, denn sie begleitet mich nicht nur wie Mona seit dem Start meines Blogs, sondern wir verleihen ja zusammen mit Wenke von Kinderbibliothek den Buchkönig. Darüber hinaus habe ich weitere liebe Kinderbuchblogger getroffen. Es ist schön, wenn man sich endlich mal persönlich sieht: u.a. Anna von Kinderbuch-Detektive, Eliane von Mint und Malve, Jenny von Kinderchaos – Familienblog und Susanne von der Familienbücherei.

Wertschätzung der eigenen Arbeit

Bei ein paar größeren Verlagen habe ich nette Kontakte, die auf der Messe gepflegt wurden, aber ich finde auch gerade die Treffen mit den Mitarbeitern kleinerer Verlage sehr schön. Vielleicht kann man einfach sagen, dass gerade die Treffen bereichernd waren, bei denen es etwas persönlicher zuging. Es ist einfach schön, wenn man wiedererkannt wird, wenn die Leute eines Verlages etwas mit einem anzufangen wissen und wenn vielleicht sogar die gute Zusammenarbeit sowie die Arbeit auf dem eigenen Blog gelobt wird. Da freut man sich natürlich und es ist tatsächlich ein paar Mal vorgekommen. So etwas motiviert sehr und man geht wieder mit neuer Energie an seinen Blog heran. Ich habe auch eine Autorin getroffen, der es wichtig ist, dass ihr Projekt (in einem großen Verlag) auf meinem Blog vorgestellt wird, da sie von der Qualität hier überzeugt ist. Toll, oder?

        

Autogramme von Autoren

Übrigens ist auch der Andrang bei den kleineren Verlagen nicht so groß wie bei den großen. Ich bin einfach so am Jacoby & Stuart Verlagsstand vorbeigeschlendert und habe zufällig gesehen, dass Axel Scheffler dort Bücher signiert hat. Da habe ich mal schnell die Gelegenheit wahrgenommen und mir „Pipi, der kleine rosarote Affe“ gekauft und es von ihm signieren lassen – ganz ohne mich groß anstellen zu müssen.

Und bei der Edition Pastorplatz habe ich mir ein Autogramm von Autorin Silke Farmer und Illustratorin Mele Brink vom „Müffelmax“ auf einem Lesezeichen geholt. Okay, hier war das nun wirklich kein Problem, aber ich freue mich trotzdem über diese Erinnerung, die nun in unserem Buch klebt.

Buchmesse mit Kind

Am zweiten Tag war dann, wie bereits geschrieben, das Bücherwürmchen dabei und ich hatte kaum Termine, wobei ich im Nachhinein denke, dass es Bücherwürmchen sogar ganz interessant gefunden hätte, sich Buchprogramme vorstellen zu lassen. Er hat sich jedenfalls gefreut, wenn er bekannte Figuren, Bücher und Verlage entdeckt hat und beim Oetinger Verlag waren wir beim Blogger-Event dabei, bei dem uns ein paar schöne Frühjahrsneuheiten vorgestellt wurden, die er sich ganz interessiert angeschaut hat.

Auch jede Postkarte und jedes Gummibärchentütchen wurde begeistert eingesteckt. Eine richtig große Freude hat im die Edition Pastorplatz gemacht, denn sie wissen, dass er ein großer Fan ihres Verlages ist: Er durfte einen großen Aufsteller von Tom und dem Waldschrat mit nach Hause nehmen. Was war er da stolz!

Lesen – Lesen – Lesen

Wir haben viel Zeit mit Vorlesen und dem Blättern in Büchern verbracht. Ich war darum bemüht, dass er nicht irgendwann völlig k.o. ist und so haben wir uns immer wieder irgendwo hingesetzt und ich habe ihm ganz viel vorgelesen: Beim Beltz Verlag, bei Thienemann-Esslinger, beim Loewe Verlag, beim Annette Betz Verlag…

         

Beim Oetinger Verlag haben wir Paul Maar Glückwünsche zum 80. Geburtstag aufgeschrieben, beim Tessloff Verlag hat sich Bücherwürmchen einen Was ist Was-Film angeschaut und beim Loewe Verlag hat er begeistert das Erdmännchen Tafiti, das dort gerade herumlief, abgeklatscht. Ja, wir hatten wirklich einen richtig tollen Tag zusammen.

Übrigens hat er auf seiner eigenen Seite  auch kurz über die Messe berichtet.

  

Sicherlich benimmt er sich nicht immer vorbildlich, aber ich weiß, dass das daran liegt, dass er einfach unglaublich aufgeregt ist. Dennoch ist es mir natürlich unangenehm, wenn er auf Newsletterlisten „Pups“ schreibt und alberne Antworten gibt… Aber insgesamt hat er alles prima mitgemacht und kein einziges Mal genörgelt.

Weiterer Bericht folgt

Jetzt habe ich euch eine ganze Menge von der Buchmesse erzählt, aber meine Highlights beim Oetinger Verlag habe ich noch gar nicht erwähnt und diese spare ich mir auch für einen extra Beitrag auf. Ich verrate euch aber schon mal, dass es um die beiden grandiosen Kinderbuchautoren Kirsten Boie und Paul Maar geht…

Buchkönig: Ich bin für dich da!

Die Liste der Buchkönige wird langsam immer länger. Heute kommt bereits der neunte Preisträger hinzu. Dagmar von Buchkind-Blog, Wenke von Kinderbibliothek und ich haben die Ehre ihn dieses Mal an folgendes Bilderbuch zu verleihen, über welches sich auch Erwachsene noch freuen:

Ich bin für dich da! von Zapf und Jochen Till, Tulipan Verlag

Herzlichen Glückwunsch an Zapf und Jochen Till und an den Tulipan Verlag!

Worum geht es in dem Buch?

In dem Buch gibt es  zwei Figuren: Das Stachelschwein und die Giraffe. Während das Stachelschwein vor Glück pfeifend durch die Welt läuft, tropfen aus den Augen der Giraffe dicke Tränen. Und da das Stachelschwein und die Giraffe dicke Freunde sind, bemüht sich das Stachelschwein sofort herauszufinden, was mit der Giraffe los ist. Den Grund erfährt es nicht, aber es kann trotzdem helfen, denn eine Umarmung und das Nichtalleinlassen ist äußerst tröstend und wärmend.

Was ist das Besondere an diesem Buch?

Hier stimmt einfach alles: Die warmen Zeichnungen machen unglaublich viel Freude. Jedes Bild schaut man sich gerne an. Das Buch enthält eine wichtige Botschaft: Man kann seinen Freunden helfen, in dem man Trost spendet und für sie da ist. Der Text ist kurz und kann auch von Erstlesern prima gelesen werden. Ansonsten richtet sich das Buch an kleine Zuhörer und an Erwachsene, die Freunde mit diesem Buch aufmuntern möchten. Es ist einfach ein Buch für alle!

Mehr dazu könnt ihr auch in meiner Rezension lesen.

Weitere schöne Bücher aus dem Tulipan Verlag

Natürlich ist „Ich bin für dich da!“ nicht das einzige empfehlenswerte Buch aus dem Tulipan Verlag. Der Verlag zeichnet sich unter anderem durch schön aufgemachte Bilderbücher und spannende und lesenswerte Erstlesebücher aus. Alles, was ins Verlagsprogramm aufgenommen wird, scheint eine besondere Note zu haben: Die Bücher sind durchgehend originell, witzig und ansprechend und lebendig illustriert. In manchen Büchern wird interessantes Wissen vermittelt und alter Erzählstoff wird aufgegriffen, aber auch an neue digitale Möglichkeiten wagt man sich in dem Verlag heran.

Diese Bücher habe ich bisher aus dem Tulipan Verlag rezensiert. Ich denke sie zeigen die Bandbreite des Verlags bereits ganz gut:

Ich bin für dich da!

von Zapf (Illustrationen) und Jochen Till (Text)

Tulipan Verlag

ISBN: 978-3-86429-371-9

10,00€

Rezensionen: Buchkind-Blog, Kinderbibliothek

 

 

 

Vorlesen: Paule Pinguin allein am Pol

Wie bereits angekündigt, möchte ich euch nun von der Vorlesestunde mit dem Buch „Paule Pinguin allein am Pol“ erzählen.

Bei unserem Eingangslied singen mittlerweile immer mehr Kinder mit. Das ist richtig schön.

Malen – Lesen – Malen

Anschließend habe ich ein schwarzes Blatt Papier auf den Tisch gelegt und angefangen darauf mit einem weißen Stift zu malen: Regen, ein durchgestrichenes Brötchen, einen Handschuh

Manchmal hat man schlechte Laune. Es nervt, wenn es regnet, Handschuhe anziehen kann ganz schön blöd sein und es kann einen auch ärgern, wenn es zum Frühstück keine Brötchen, sondern nur Toast gibt.

Was macht den Kindern schlechte Laune? Worüber ärgern sie sich? Schnee im Auge, frühes aufstehen, ins Bett gehen, aufräumen, wenn Matsche und Regen an die Hose spritzt – das alles durfte ebenfalls aufgemalt werden.

Dann habe ich den Kindern einen Duplo-Pinguin vorgestellt: Paule, der richtig schlechte Laune hat. Von dem handelt heute unser Buch, welches ich nun auf die Wolke gelegt habe. Die Kinder haben wieder ordentlich gepustet, damit sich die Wolke mit dem Buch erheben konnte und nachdem der Gong ausgeklungen war, habe ich mit dem Vorlesen begonnen.

Die Kinder hatten viel Spaß. Sie mussten über Paules Gejammer richtig lachen.

Im Anschluss an das Buch durften die Kinder auf einem großen hellen Papier in bunten Farben aufmalen, was das Leben schön macht und worüber sie sich freuen. Dabei entstanden ganz viele Sonnen, aber sie haben auch schöne Kleider, Eis, Rutschen und Schaukeln sowie Blumen aufgemalt.

Abschlusslied

Zum Abschluss habe ich dann heute noch ein Abschlusslied eingeführt. Es ist ein Abschiedslied, welches ich noch aus meiner eigenen Kindheit (von der musikalischen Früherziehung?) kenne und dessen Text ich ganz leicht abgeändert habe:

 

Fertig, fertig, Schluss und aus (dazu haben wir geklatscht)

Alle geh’n wir jetzt hier raus (auf die Tür zeigen)

Viel gibt’s noch zu lesen (wir tun so als würden wir in einem Buch lesen), werdet ihr schon seh’n (eine Hand über die Augen halten und sich umblicken)

Darum soll’s am Dienstag weiter geh’n.

 

Und so ist es auch, morgen, am Dienstag, wird es die nächste Vorlesestunde im Kindergarten geben.

 

Paule Pinguin allein am Pol von Jory John und Lane Smith, übersetzt von Andreas Steinhöfel, Carlsen Verlag, ISBN: 978-3-551-51854-5, 14,99€

Rezension: Paule Pinguin allein am Pol

Manchmal steht man morgens einfach mit dem falschen Fuß auf und alles ist irgendwie blöd und nervig.

So scheint es auch dem kleinen Pinguin Paule in dem Bilderbuch „Paule Pinguin allein am Pol“ zu gehen. Er hat richtig schlechte Laune und schimpft über alles: Ihm ist kalt, ihn stört das Geschnatter der anderen Pinguine, überall liegt nur Schnee herum und die Sonne ist ihm zu hell, er hat Hunger, er findet dass er beim Watscheln doof aussieht und er ärgert sich, dass er nicht fliegen kann. Motz motz motz! Aber er macht das wirklich äußerst niedlich. Er sieht aus wie ein kleines bockiges Kind, bei dem man nicht weiß, bei dessen Wutausbrüchen man sich das lachen verkneifen muss. Über Paule aber dürfen wir lachen und es ist ein herzliches Lachen, denn man hat den kleinen Paule direkt sehr lieb und findet ihn einfach nur knuffig.

Das Leben ist schön

Letztendlich kommt dann das weise Walross daher, welches dem kleinen Pinguin mal ganz klar sagt, an welch wunderbarem Ort sie leben und Paule muss einsehen, dass es einiges gibt, was das Leben schön macht. Eigentlich gibt es keinen Grund für seine schlechte Laune. Obwohl… er friert dennoch am Schnabel…

Das Buch ist herrlich. Es macht viel Spaß. Allein die kurzen Sätze und dazu die Bilder von dem griesgrämigen kleinen Pinguin. Viel zu sehen ist eigentlich nicht. Schwarz und weiß dominiert die Seiten. Der kleine Pinguin steht hier eindeutig im Vordergrund und wir sehen nur dass, worüber er sich gerade ärgert. Aber genau das macht das Buch auch aus. Es geht um den großen, eigentlich unbegründeten Ärger des Pinguins. Und manchmal braucht man jemanden, der einem hilft, den Blick wieder auf die schönen Dinge zu lenken, denn das Leben ist äußerst lebenswert. Es gibt so viele schöne Sachen, man muss sie nur sehen.

Bei diesem Buch kann man auch ganz toll mit den Kindern ins Gespräch kommen. Was macht ihnen selbst schlechte Laune und worüber freuen sie sich? Aus diesem Grund habe ich dieses Buch auch zum Vorlesen im Kindergarten ausgewählt. Heute Nachmittag könnt ihr mehr darüber lesen.

Paule Pinguin allein am Pol von Jory John und Lane Smith, übersetzt von Andreas Steinhöfel, Carlsen Verlag, ISBN: 978-3-551-51854-5, 14,99€

Bücherwürmchen hat einen eigenen Blog

Aus dem Bücherwürmchen ist auf eigenen Wunsch ein Bücherzwerg geworden. Er hat schon vor einiger Zeit mal gesagt, dass er später gerne mal eine Seite im Internet hätte, die „Der Bücherzwerg“ heißt. Nun habe ich sie ihm eingerichtet. Ob sie sich überhaupt füllen wird, weiß ich noch nicht, aber immerhin hat er – im Gegensatz zu mir – schon einmal einen kleinen Mini-Messebericht verfasst. 😉

Seitenlogo und Fotos sind von ihm selbst erstellt worden. Die Texte diktiert er mir momentan noch. Später tippt er sie dann vielleicht ja sogar selber – wir werden es sehen…

 

Rezension: Thabo – Der Rinder-Dieb

Mögt ihr „Kalle Blomquist“  von Astrid Lindgren? Dann gefällt euch bestimmt auch „Thabo – Detektiv und Gentleman“ von Kirsten Boie.

Ich habe gerade den dritten Band der Reihe („Der Rinder-Dieb“) gelesen und wurde dabei oft an Kalle Blomquist erinnert, was ich sehr faszinierend finde, da die Geschichte in einem ganz anderen Land und unter anderen Umständen spielt.

Kalle und Thabo

Kalle Blomquist ist ein weißhäutiges, gut behütetes Kind, welches in einer schwedischen Kleinstadt lebt. Thabo, dunkelhäutig, wächst ohne seine Eltern in einem südafrikanischen Königsreich auf. Ihre Leben unterscheiden sich sehr voneinander. In ihren Ländern gibt es ganz verschiedene Bräuche. Aber beide sind Kinder, die den Traum haben Detektiv zu werden, wobei sie sich an klassischen Vorbildern, wie in diesem Fall Miss Marple, orientieren. Obwohl beide bei der Aufklärung von Kriminalfällen geholfen haben, werden sie nicht ernst genommen.

Kinder sind Kinder – auf der ganzen Welt!

Abgesehen von den Umständen und Äußerlichkeiten sind sich Kalle und Thabo gar nicht so unähnlich. Und das ist toll, da Kinder auf der ganzen Welt eben Kinder mit ähnlichen Träumen sind. Und besonders schön ist, dass mit Thabo auch mal ein Kind, das nicht in Westeuropa lebt, die sympathische Hauptperson eines Kinderbuches ist. Man schließt Thabo und seine Freunde schnell in sein Herz und sie sich einem genauso vertraut wie Kinder aus Deutschland, Schweden oder England. Schade, dass man solche Bücher suchen muss, denn sie öffnen uns den Blick für Menschen aus anderen Kulturen und sie zeigen uns, dass es trotz fremdartiger Bräuche, die man in einem solchen Buch auch kennen lernt, viele Gemeinsamkeiten gibt.

Rinderdiebstahl und andere Ungereimtheiten

Das Buch „Thabo – Detektiv & Gentleman – Der Rinder-Dieb“ ist toll! Es liest sich sehr gut, ist spannend, hält interessante Charaktere bereit und kommt unter anderem durch Wörter in der Landessprache, die immer wieder eingestreut werden, authentisch daher. Der Leser wird von Thabo, der die Geschichte erzählt, an einigen Stellen direkt angesprochen. Man wird gesiezt, aber immerhin möchte Thabo ja auch ein Gentleman werden. Da passt das schon ganz gut.

Im dritten Buch geht es um gestohlene Rinder. Schnell merken Thabo und seine Freunde Emma und Sifiso jedoch, dass es scheinbar um weit mehr als den Diebstahl einer gestohlenen Rinderherde geht, denn gleichzeitig sind auch drei Hütten in einer recht verlassenen Gegend abgebrannt und Miss Agatha, die Großtante von Emma, ist auf einmal nicht mehr in ihrem Haus anzutreffen. Auf Thabo, Emma und Sifiso kommt viel Ermittlungsarbeit zu und es lauern einige Gefahren auf sie, die sie aber natürlich nicht aufhalten können.

Klare Leseempfehlung

Das Buch ist äußerst spannend. Gut gefällt mir auch, dass man an einigen Stellen zwar manches erahnen kann, dass einem alle Zusammenhänge aber auch erst am Ende klar werden Das ist wirklich gut gemacht. Außerdem fällt auch bei diesem Buch, ähnlich wie bei Ritter Trenk, auf, dass Thabo einige Werte wie z.B. Freundschaft wichtig sind, und er bemüht ist, danach zu leben. Ganz nebenbei fungiert er also auch als gutes Vorbild für die Leser.

Leider kenne ich die ersten zwei Bücher noch nicht, aber das wird sich sicherlich ändern!

Thabo – Detektiv & Gentleman – Der Rinder-Dieb von Kirsten Boie, mit Vignetten von Maja Bohn, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-2034-3, 12,99€

Rezension: Wenn sieben weihnachtliche Hasen fröhlich um die Tanne rasen

Von den sieben kleinen Hasen gibt es mittlerweile mehrere Bücher (Buch 1, Buch 2). Da ist es nur logisch, dass es nun auch ein passendes Buch für die Weihnachtszeit gibt: „Wenn sieben weihnachtliche Hasen fröhlich um die Tanne rasen“.

Ich muss ja zugeben, dass ich die sieben kleinen Hasen unheimlich gerne mag. Und das Weihnachtsbuch ist wirklich gut gelungen. Hier findet man eigentlich alles, was zur Weihnachtszeit dazugehört: Schlittenfahren, Plätzchen backen, Geschenke basteln, Krippenspiel, Weihnachtslieder singen, Besuch von Oma und Opa und dann zum Schluss das fröhliche Geschenke auspacken.

Das alles passiert bei den sieben kleinen Hasen natürlich mit viel Lebendigkeit und der einen oder anderen übermütigen Idee. Der Text ist schön gereimt und die Bilder sind niedlich und voller Leben und netter Details.

Das Buch macht einfach viel Freude und zwar sowohl den kleinen Zuhörern als auch den Erwachsenen, die über die kleinen Hasen durchaus ab und zu schmunzeln müssen.

Wenn sieben weihnachtliche Hasen fröhlich um die Tanne rasen von Christiane Hansen und Sabine Praml, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-0839-6, 7,99€

Gedanken vor der Buchmesse

Am Donnerstag geht es zur Buchmesse nach Frankfurt. Das erste Mal als Bloggerin. Und am Freitag bin ich auch wieder dort, dann sogar zusammen mit Bücherwürmchen. Und was geht mir jetzt gerade so durch den Kopf?

Aufregung und lauter Fragen

Ich bin furchtbar aufgeregt. Vor ein paar Tagen habe ich mich einfach nur gefreut und konnte es kaum erwarten, dass es endlich so weit ist, aber jetzt bin ich nervös und auf einmal kommen lauter Fragen und Gedanken… Wie mache  ich es mit der Jacke? Was mache ich, wenn es Probleme auf der Bahnfahrt gibt? (Immerhin fallen über Köln Züge aus, aber soweit ich es gesehen habe, nicht meine…) Wie trägt man überhaupt seine Pressekarte bei sich? Was soll ich alles mitnehmen? Was ist zu viel? Kann ich Leute einfach ansprechen?

Na, das wird alles spannend! Und dann kommt am Freitag auch noch das Bücherwürmchen mit. Ein Kind mit auf die Messe? Ist das überhaupt vernünftig? Ich habe lange darüber nachgedacht und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass es für mein Bücherwürmchen ein spannendes und prägendes Ereignis sein wird. Sicherlich wird es anstrengend für ihn und ich bin gespannt, wie er alles mitmacht, aber er ist auch schon ganz aufgeregt und freut sich darauf, dass wir auch einige Autoren treffen werden.

Ein echter Bücherwurm

Gerade solche Erlebnisse prägen ihn sehr. Er bekommt mit, wie sehr ich für Bücher brenne, was sich auf ihn überträgt. Er liebt Bücher und er findet alles darum herum sehr spannend. Bei einem Tag der offenen Tür waren wir mal bei der Edition Pastorplatz in Aachen, welche nun einer seiner Lieblingsverlage ist. Wir haben uns neulich mal darüber ausgetauscht, was Lilly und Nicolas aus der Bücherreihe aus dem Biber & Butzemann Verlag wohl alles so in Aachen erleben könnten. Bücherwürmchen meinte, dass sie unbedingt die Edition Pastorplatz (bzw. die „Kastanie“, wie er den Verlag nennt) besuchen sollten. Die Welt der Bücher gehört für ihn einfach zum Leben dazu. Sein momentaner Berufswunsch ist Autor, weshalb er auch großen Wert darauf legt direkt von Anfang an die Wörter richtig schreiben zu lernen (er geht seit Anfang September in die Schule). Ansonsten möchte er gerne beim Oetinger Verlag arbeiten. Er lässt sich also nicht nur gerne vorlesen oder liest selber, sondern er interessiert sich auch für die Menschen, die Bücher schreiben und sie herausbringen. Er kennt einige Verlage und Autoren mit Namen. Das ist alles ist für ihn äußerst spannend und so denke ich, dass die Buchmesse eine große Sache für ihn ist. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, was ihm wie gefallen wird und was bei ihm hängen bleibt.

Wenig Programm

Ich habe mir für diesen Messebesuch recht wenig vorgenommen. Bei wenigen Verlagen habe ich einen Termin, ich treffe ein paar andere Buchblogger, die ich bisher nur aus dem Internet kenne und worauf ich mich sehr freue, und ansonsten werde ich mich einfach ein wenig in der Kinder- und Jugendbuchhalle herumtreiben.

Demnächst werde ich euch dann natürlich von meinem Messebesuch berichten und erzählen, ob denn alles halbwegs geklappt hat.

Rezension: Ich bin für dich da!

Ihr braucht etwas zum Wohlfühlen und Glücklichmachen? Dann ist das Bilderbuch „Ich bin für dich da!“ genau das richtige für euch!

Glückliches Stachelschwein – Traurige Giraffe

Es ist ein herrliches Bilderbuch für Kleine und Große, das einem tatsächlich – wie im Klappentext versprochen – ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Dafür sorgen alleine schon die wunderbaren Illustrationen vom Stachelschwein und seiner Freundin der Giraffe. Man wird schon fröhlich, wenn man sich die erste Seite des Buches anschaut und das fröhliche Stachelschwein sieht, welches pfeifend über die Bildseite läuft und einfach nur glücklich ist, als es auf der nächsten Seite einen Maiskolben entdeckt, den es anschließend unglaublich knuffig verdrückt. Aber nicht alle sind so glücklich wie das Stachelschwein. Dicke Tropfen landen auf dem Stachelschwein und ganz bedröppelt stellt es fest, dass die Giraffe weint. Es überlegt sich verschiedene Möglichkeiten, warum es dieser gerade nicht gut geht, aber auch wenn es den Grund nicht erfährt, so ist es einfach für die Giraffe da. Es tröstet sie, umarmt sie und hilft ihr, indem es ihr zeigt, dass sie nicht alleine ist.

Eine wärmende Geschichte

Ein wunderschönes Buch mit einer wärmenden Geschichte, die einfach humorvoll und freundlich dargestellt ist. Die Botschaft verstehen bereits Kinder. Jedem geht es besser, wenn er mit seinem Kummer nicht alleine ist. Freunde halten zusammen. Trost ist wichtig, ändert vieles und kann von Freunden gespendet werden. Natürlich lässt sich dieses Buch auch sehr gut als Geschenkbuch für gute Freunde zur Aufmunterung verwenden. Ich glaube, es kommt wirklich überall gut an.

Die Gesichtsausdrücke der Tiere, insbesondere des Stachelschweins, sind sehr gut getroffen. Kinder bekommen die Botschaft des Buches also nicht nur über den Text, sondern vor allem auch durch die Bilder vermittelt. Die Farben sind warm gehalten. Eine räumliche Gestaltung oder Details im Hintergrund gibt es nicht. Hier stehen wirklich das Stachelschwein und die Giraffe sowie deren Gefühle im Vordergrund.

Der Text ist sehr kurz gehalten. Pro Seite findet man nur einen (Teil-)Satz. Und da alles Dank des weißem, klaren Hintergrundes gut zu lesen ist, haben auch Erstleser an diesem Buch somit viel Freude. Wie bereits geschrieben: Es ist einfach wirklich ein Buch für alle!

Ich bin für dich da! von Zapf und Jochen Till, Tulipan Verlag, ISBN: 978-386429-371-9, 10€